Im Juli 2001 barg die Polizei in Frankfurt am Main den Leichnam eines Mädchens aus dem Main. Lange Zeit blieb sie unbekannt, bis ein Hinweis aus der Bevölkerung jüngst zur Festnahme ihres Vaters führte.
Am Nachmittag des 31. Juli 2001 entdeckte ein Radfahrer am Frankfurter Ufer eine im Wasser treibende Tasche mit einem Leopardenmuster, die sich als Bettbezug herausstellte. Darin lag die Leiche eines unbekleideten und misshandelten Mädchens. Die Obduktion ergab akutes Kreislaufversagen durch inneres Verbluten; zahlreiche Gewalteinwirkungen waren sichtbar.
Das Kind, etwa 16 Jahre alt, wies Spuren langjähriger Misshandlungen auf und war offenbar seit seiner frühen Kindheit brutal behandelt worden. Die Identifizierung stellte sich als schwierig heraus, da weder DNA noch Fingerabdrücke zu einem Treffer führten und keine Vermisstenmeldung zutraf.
Hinweise kamen von den Schnüren des Bündels: Nalas aus Afghanistan, Pakistan oder Nordindien. Die Sonderkommission „Leopard“ überprüfte tausend Mädchen ohne Erfolg.
Der Fall wurde 2001, 2009 und 2024 im Fernsehen rekonstruiert; die Belohnungssumme von 10.000 Euro brachte keine entscheidenden Hinweise. Eine Isotopenanalyse ergab, dass das Opfer bereits als Kleinkind nach Deutschland kam.
Schließlich führte ein Hinweis aus der Bevölkerung zur Festnahme eines 67-jährigen Deutschen in Heidelberg, der in Pakistan geboren wurde. Er wird verdächtigt, seine Tochter Diana S. misshandelt und getötet zu haben.
Der genaue Tathergang und die Beweggründe bleiben unklar; auch Details über weitere Familienmitglieder wurden nicht veröffentlicht. Der entscheidende Hinweis blieb geheim.
Im Rahmen der Interpol-Kampagne „Identify Me“ wurde das Gesicht des Mädchens 2024 international publik gemacht, um die Identität zu klären und sie mit fünf weiteren Fällen in Verbindung zu bringen. Erst jetzt kann Diana S. auf ihrem anonymen Grabstein ihren Namen erhalten.