Eine umfassende Analyse hat erstmals die kulturellen Leistungen der SRG im Rahmen ihres redaktionellen Angebots untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die SRG einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen Vielfalt des Landes leistet. “Die Studienergebnisse bestätigen, dass wir unseren gesetzlichen Auftrag erfüllen”, wurde in einer Mitteilung am Mittwoch betont. Darüber hinaus fördert die SRG sowohl die schweizerische Identität als auch den kulturellen Austausch.
Ein herausragendes Merkmal der Studie ist, dass die SRG nicht nur über kulturelle Aktivitäten berichtet, sondern viele davon selbst initiiert und gestaltet. So entfallen 40,8 Prozent der Kulturberichterstattung auf Ereignisse, die speziell für die Medienberichterstattung erstellt wurden, wie Studio-Diskussionen oder Wettbewerbsformate (z.B. Jassen). “Die SRG tritt also sowohl als Vermittlerin als auch als Produzentin kultureller Inhalte auf”, so das Statement der Verantwortlichen.
Neben solchen Aktivitäten berichtet die SRG über Konzerte, Festivals oder Ausstellungseröffnungen (36,6 Prozent) sowie über Buch- und Filmkritiken und Porträts (22,6 Prozent). Die Berichterstattung ist dabei stark personenorientiert. Allerdings gibt es laut der SRG selbst noch Verbesserungsbedarf in Bezug auf die Geschlechterverteilung; nur ein Drittel der Akteure sind weiblich.
Insgesamt zeigt die Analyse, dass 28,1 Prozent aller redaktionellen Inhalte über alle Kanäle hinweg einen Kulturbezug haben. Die stärkste Präsenz von kulturellen Inhalten ist im Fernsehen zu finden (36,6 Prozent), gefolgt vom Hör- und Podcastbereich (32 Prozent). Bei Online-Angeboten und Social Media liegt der Anteil deutlich niedriger.
Für die Studie mit dem Titel “Zwischen Jodeln, Jazz und Jugendliteratur” wurden 4890 redaktionelle Beiträge aus Fernsehen, Radio, Podcasts, Online-Artikeln sowie Social-Media-Beiträgen analysiert. Diese stammen aus einer konstruierten Woche des Jahres 2025, bei der die Tage aus verschiedenen Monaten zusammengestellt wurden.