Bei seinem ersten offiziellen Auslandsbesuch hat sich Ungarns neuer Ministerpräsident Peter Magyar in Polen für eine Orientierung seines Landes am polnischen Beispiel ausgesprochen. Nach Gesprächen mit dem polnischen Regierungschef Donald Tusk betonte er, dass Ungarn vor allem in den Bereichen Infrastruktur, Wirtschaft und Verteidigung zum Niveau Polens aufholen müsse. Diese Reise markiert Magyars erstes Engagement im Ausland seit seinem Wahlsieg im April, bei dem er die lange regierende Partei von Viktor Orban ablöste. Tusk lobte den politischen Wandel in Ungarn als Rückkehr zur Demokratie und zum Rechtsstaat. Zudem kündigte Magyar eine Neuausrichtung der Außenpolitik an, wobei er die Ukraine explizit als Opfer des Konflikts mit Russland bezeichnete.