Nach fünf Jahren seit ihrem Rücktritt erforscht Allyson Felix, die amerikanische Leichtathletin, ihre sportlichen Grenzen weiter. Mit einer Geschichte voller Erfolge – sieben Goldmedaillen bei Olympischen Spielen und vierzehn Weltmeistertitel – ist sie bestrebt, als ältere Sportlerin neue Höhen zu erreichen. Felix möchte beweisen, dass Frauen im Alter von 42 Jahren noch immer auf der höchsten internationalen Bühne konkurrieren können und plant, bei den Olympischen Spielen in Los Angeles 2028 teilzunehmen.
“Was wäre, wenn in uns mehr steckt? Was wäre, wenn Mutterschaft unsere Stärke erhöht statt sie zu mindern? Was wäre, wenn wir noch viele unserer besten Geschichten schreiben können?”, fragt sich Felix. Diese Fragen treiben ihre Entscheidung voran, die Leichtathletikbahn erneut zu betreten. Inspiriert von Sportlern wie Lindsey Vonn und Tom Brady, teilt sie auf ihrer Plattform “More in us” offen ihren Weg.
Neben ihren sportlichen Erfolgen ist Felix eine treibende Kraft für den Frauen- und Müttersport. Nach persönlichen Herausforderungen während ihrer ersten Schwangerschaft setzte sie sich öffentlich gegen die Ungleichbehandlung von schwarzen Frauen im Gesundheitswesen ein. Sie sorgte auch für einen Wandel bei Nike, wo ihre Kämpfe um faire Behandlung nach der Geburt zu Verbesserungen führten.
Nach dem Wechsel zu ihrem eigenen Unternehmen Saysh und dem Start einer Vermarktungsagentur mit ihrem Bruder ist Felix entschlossen, die Möglichkeiten des weiblichen Alters in Sport und Wissenschaft weiter zu erforschen. Sie möchte wissen, was ein Körper über vierzig noch leisten kann, auch wenn sich die physische Leistungsfähigkeit verändert.
“Viele von uns wurden gesagt, wir sollten nichts Großes wagen”, erklärte Felix gegenüber dem “Time Magazine”. “Warum also nicht? Umkehren und das Risiko eingehen, uns zu zeigen, wie wir sind.”
Felix plant, sich 2027 für die US-Trials zu qualifizieren, um bei den Olympischen Spielen 2028 teilzunehmen – ihre potentiellen sechsten Spiele. Bei ihren bisherigen Teilnahmen erzielte sie zwischen einer und drei Medaillen pro Turnier. Felix fragt sich nun: Was wäre möglich, wenn noch mehr drinsteckt?