Der Fall um Patrick Fischer bleibt weiterhin ein Thema der Diskussion. SRF hat sich dazu entschlossen, einen geplanten Dokumentarfilm über die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft nicht auszustrahlen.
Nach dem Skandal mit seinem gefälschten Covid-Zertifikat ist Patrick Fischer aus der Öffentlichkeit verschwunden und musste sein Amt als Trainer aufgeben.
Ursprünglich sollte am 14. Mai ein Dokumentarfilm über das Team, unter Leitung von Patrick Fischer während der Heim-WM im Mai, gezeigt werden. Doch SRF hat sich nun gegen die Ausstrahlung entschieden und den Film zurückgezogen.
Eine Mediensprecherin des Senders erklärte gegenüber Nau.ch, dass nach den jüngsten Entwicklungen und den aktuellen Umständen keine Bedingungen für eine Fortsetzung oder Ausstrahlung des Projekts vorlägen. Der Dokumentarfilm war noch nicht abgeschlossen, da das Projekt sich in der Produktionsphase befand.
Dies bestätigt auch einen Bericht von Inside Paradeplatz. Die Aufnahmen werden bis auf Weiteres archiviert, doch eine mögliche spätere Nutzung sei grundsätzlich denkbar – aktuell aber nicht geplant.
Ob die Entscheidung des Senders mit zurückgezogenen Zitaten von Patrick Fischer zusammenhängt, bleibt unklar. Eine Antwort auf eine Anfrage der Redaktion bei ihm steht noch aus.
Patrick Fischers Hintergrund: Er reiste 2022 zu den Olympischen Spielen in China mit einem gefälschten Covid-Zertifikat. Im April veröffentlichte er seine Verurteilung öffentlich, um einer Berichterstattung von SRF zuvorzukommen.
Der Ex-Trainer musste eine Geldstrafe von rund 39’000 Franken bezahlen und war bereits vorbestraft – unter anderem wegen einer Geschwindigkeitsübertretung.
Pascal Schmitz, der Journalist, wurde nach einem Mittagessen mit Fischer während der Dreharbeiten des Dokumentarfilms aufmerksam. Später entfernte SRF Schmitz von den TV-Drehs, da er vor 15 Jahren rassistische Facebook-Posts veröffentlicht hatte.