Der Konflikt mit dem Iran hat die Inflation in den USA verstärkt, was Zinssenkungen derzeit unwahrscheinlich macht. Diese werden kontinuierlich vom US-Präsidenten Donald Trump eingefordert. Mit großer Erwartung schauen die Finanzmärkte auf den bevorstehenden Wechsel an der Spitze der Notenbank, da Fed-Chef Jerome Powell regulär im Mai sein Amt niederlegt.
Kevin Warsh, der als Nachfolger von Powell vorgesehen ist und bereits eine erste Bestätigungsstufe im Senat gemeistert hat, plant eine Reformierung der Zentralbank. Er verspricht dabei deren Unabhängigkeit zu schützen.
Der vom US-Präsidenten Donald Trump für den Posten des Fed-Chefs nominierte Kevin Warsh hat die erste Hürde in seinem Bestätigungsprozess genommen. Der zuständige Ausschuss im Senat erteilte am Mittwoch grünes Licht.
Eine Zustimmung durch das von Trumps Republikanern dominierte Parlament wird als wahrscheinlich erachtet. Zuvor stand jedoch in Frage, ob Warsh die erste Hürde rechtzeitig nehmen könnte, um Jerome Powell im Mai abzulösen. Nun gab der republikanische Senator Thom Tillis seinen Widerstand gegen die Bestätigung auf.
Die Einstellung der Untersuchungen des US-Justizministeriums im Zusammenhang mit den Renovierungsarbeiten am Fed-Hauptsitz in Washington, für die Powell untersucht wurde, war eine Bedingung von Tillis. Erst danach konnte er Warsh zustimmen. Powell hatte die Ermittlungen als Versuch bezeichnet, ihn zinspolitisch unter Druck zu setzen.