Am Samstag fand in Zürich die Verleihung des renommierten Schweizer Preisereignisses, dem Prix Walo, statt. Ein unerwarteter Vorfall sorgte im Saal für Verwirrung und Gesprächsstoff.
Im Kongresshaus versammelten sich anlässlich des Arbeitertags zahlreiche Prominente der Schweizer Showbranche zum 50-jährigen Jubiläum. Die diesjährige Preisverleihung zeichnete unter anderem die Band Hecht in der Kategorie Pop/Rock-Band aus, während Linda Fäh als beste Schlagersängerin geehrt wurde. Auf Instagram äußerte sie sich überwältigt und voller Dankbarkeit für die Anerkennung ihres 15-jährigen musikalischen Schaffens. Stephan Eicher erhielt den Preis in der Kategorie Pop/Rock-Gesang.
Die Newcomerin Zoë Më, bekannt durch ihre Teilnahme am Eurovision Song Contest, wurde ebenfalls ausgezeichnet und zeigte sich auf Instagram tief beeindruckt über die Ehre. Der Eurovision Song Contest, organisiert von der SRG, erhielt den Preis für die beste TV-Produktion.
In der Kategorie Filmproduktion ging die Trophäe an das Pflegedrama “Heldin”, eine Schweizerisch-deutsche Co-Produktion unter der Regie von Petra Volpe. Das Secondhand Orchestra triumphierte in der Sparte Kabarett/Comedy, während Marcus Signer für seine Rolle im Film “Maloney” als bester Schauspieler ausgezeichnet wurde. Die Bühnenproduktion “Dinner for WAM” erhielt die Auszeichnung für die beste Bühnenproduktion.
Nick Hartman konnte sich ebenfalls einen Preis sichern, indem er den Publikumsliebling gewann, eine Kategorie, die durch ein Live-Voting entschieden wird. Der Ehrenpreis ging an Unternehmer Freddy Burger, bekannt als Manager von Udo Jürgens.
Ein unerwarteter Vorfall ereignete sich mit Magrit Läubli: Die 98-jährige Kabarettistin wurde posthum in der Kategorie “in Memoriam” geehrt. Dies führte zu Verwirrung und Gesprächsstoff unter den Anwesenden. Prix-Walo-Präsidentin Monika Kälin entschuldigte sich später für den Fehler, den sie gegenüber der Zeitung “Blick” als sehr bedauerlich bezeichnete.
Seit 1974 wird der Preis von dem ehrenamtlichen Verein “Show Szene Schweiz” vergeben. Er ist nach Walo Linder benannt, einem Gründungsmitglied und Unterhaltungschef bei Radio Beromünster. Eine Fachjury entscheidet über die Preisträger, wobei der Stern von dem Schweizer Zirkusclown Rolf Knie entworfen wurde.