Trotz Behauptungen von Präsident Trump über ein baldiges Kriegsende zeichnet sich dies nicht ab. Der Wille des iranischen Regimes zur Destruktion bleibt ungebrochen, obwohl es geschwächt ist. Anfang April drohte Trump mit der Vernichtung der gesamten Zivilisation in Iran und verkündete kurz darauf eine Waffenruhe, die sich als dauerhafter Unruhezustand entpuppte. Die Bedingungen der Amerikaner, darunter die Öffnung der Strasse von Hormuz, wurden nicht erfüllt, was zu weiteren Konflikten führte.
Trump hat für Aufsehen gesorgt mit Drohungen gegen die iranische Zivilisation und steht nun unter Kritik wegen seiner scheinbaren Milde. Er projiziert seine eigenen Friedenswünsche auf Iran und behauptet, dass das Regime einen Deal dringender als er selbst suche. Diese Taktik schwächt jedoch seine Verhandlungsposition, da der Wunsch nach einem schnellen Kriegsende seinerseits offenkundig ist.
Der Konflikt zieht sich hin und wird bei der US-Bevölkerung zunehmend unbeliebter. Die Folgen sind gestiegene Benzinpreise und ein gestörter Welthandel durch die Blockade der Strasse von Hormuz, was zu Energieproblemen in verschiedenen Ländern führt. Trotz massiver Luftangriffe melden die Amerikaner nicht den Erfolg, der nötig wäre, um sich zurückzuziehen.
Laut einem Artikel der “Washington Post” wird Iran die Blockade noch einige Monate überstehen können und verfügt weiterhin über bedeutende ballistische Ressourcen. Trotz wirtschaftlicher Schäden durch die amerikanisch-israelische Gegenblockade, die insbesondere Chinas Interessen tangiert, scheint das Regime in Teheran nicht leicht zu brechen.
Das Weiße Haus schätzt die täglichen Verluste Irans auf 500 Millionen Dollar. Die CIA-Analyse deutet jedoch darauf hin, dass Iran länger durchhalten kann. Zeit spielt eine entscheidende Rolle, insbesondere angesichts der bevorstehenden US-Midterms.
Die Annahme, Iran wünsche sich schnell Frieden, erscheint unplausibel. Selbst wenn die Islamisten einlenken sollten, könnten sie es nutzen, um die Amerikaner weiterhin unter Druck zu setzen. Der Kernkonflikt bleibt das iranische Atomprogramm, dessen Aufgabe von den USA gefordert wird, während im Gegenzug Sanktionserleichterungen in Aussicht stehen.
Der 14-Punkte-Plan der Amerikaner wird als unzumutbare Forderung bezeichnet. Doch er spiegelt die Wünsche der internationalen Gemeinschaft wider, denen Iran seit Jahren nicht nachkommt. Das Scheitern Irans, seine nuklearen Ambitionen aufzugeben, verdeutlicht die Notwendigkeit des Angriffs und macht ein schnelles Ende unwahrscheinlich.