Seit Ende April hat die Schweiz den Kauf und Import von russischem Flüssiggas untersagt, was auch Auswirkungen auf das Zuger Unternehmen Novatek haben könnte. Das Bundesratsdekret übernimmt das 19. Sanktionspaket der EU seit dem 25. April, welches ein Verbot des Handels mit russischem „LNG“ umfasst. Dies ist vor allem relevant, da Russland in den letzten Kriegsjahren erhebliche Einnahmen durch diesen Markt erzielte, während Pipelinegas an Bedeutung verlor.
Die Situation ist jedoch komplex. Da die Schweiz ihr Gas am europäischen Markt bezieht, kann nicht immer genau nachvollzogen werden, woher das Gas ursprünglich stammt. So könnte es vorkommen, dass trotz des Verbots weiterhin russisches Gas in der Schweizer Energieversorgung eine Rolle spielt.
Besonders im Fokus steht die Zuger Niederlassung von Novatek, dem zweitgrößten Gaskonzern Russlands. Berichte legen nahe, dass das Unternehmen an den Geschäften mit russischem LNG beteiligt ist. Früher forderte bereits die Zuger Nationalrätin Manuela Weichelt im Frühjahr 2025 eine eigenständige Prüfung von Sanktionen durch den Bundesrat, um Geldflüsse in Putins Kriegskasse über Firmen wie Novatek zu unterbinden.
Verwendete Quellen: Bericht in mehreren Medien, zentralplus-Medienarchiv