Die Vorhersagen für den Start der Badesaison sind nicht optimal: Am Samstag ist es sonnig und 23 Grad warm, doch am Sonntag ziehen Wolken von Westen her auf und bringen Schauer sowie Gewitter mit starken Böen mit sich, wie SRF Meteo berichtet.
Trotzdem beginnt die Freibadsaison in der Schweiz. In St. Gallen öffnen alle städtischen Freibäder am Samstag, während in Luzern die Strandbäder Lido und Tribschen eröffnen. Die Gäste des Seebades Horw müssen bis Auffahrt, den 14. Mai, warten.
In Basel starten die Gartenbäder St. Jakob und Bachgraben sowie das Gartenbad Eglisee eine Woche später in die Saison.
Bern öffnet seine Freibäder Lorraine, Wyler und Weyermannshaus, während das Aarebad Marzili aufgrund von Sanierungsarbeiten erst ab dem 23. Mai schrittweise eröffnet wird. Zunächst ist nur das Schwimmen in der Aare möglich; die neuen Becken sollen voraussichtlich Mitte Juni folgen. Die Ka-We-De bleibt bis Herbst 2026 aufgrund von Sanierungsarbeiten geschlossen.
In Zürich nahmen bereits Ende April und Anfang Mai das Seebad Utoquai, das Freibad in Seebach sowie Letzigraben den Betrieb auf. Ausgenommen sind das Männerbad Schanzengraben und das Freibad Dolder, das nach der Fertigstellung von Instandsetzungsarbeiten voraussichtlich Anfang Juni wiedereröffnet.
Auch die Städte Chur und Genf gehen in die Saison. Das Bad Bellerive in Lausanne öffnet traditionell am 14. Mai (Auffahrt).
In vielen Kantonen begann die Saison bereits am 1. Mai, dies gilt für Anlagen in den Kantonen Aargau, Schaffhausen, Thurgau und Wallis.
Mit dem Beginn der Badesaison haben einige Städte ihre Richtlinien verschärft. In Basel kann das Personal bei Verstößen nun sofort Hausverbote aussprechen und aushändigen, wie Mitte April das Erziehungsdepartement (ED) bekannt gab. Bislang erfolgte dies per Post.
Abhängig von der Schwere des Verstoßes können nach einer Verwarnung ein bis zu 72 Stunden dauernder Verweis oder ein Hausverbot von bis zu einem Jahr verhängt werden. Das ED plant zudem mehr Sicherheitspersonal an stark frequentierten Tagen und erweiterte Deeskalationsschulungen für das Personal.
Im Gemeindeparlament von Pruntrut JU wurde der Stadtregierung die Kompetenz erteilt, neue Zugangsbeschränkungen für das Freibad zu verhängen. Dies geschah nach Problemen im Sommer 2025 mit Gästen aus Frankreich aufgrund ungebührlichen Verhaltens. Das Bad soll am 23. Mai öffnen.
Der Kanton Genf hat eine neue gesetzliche Regelung für Badebekleidung in öffentlichen Bädern eingeführt, die nur noch Badeanzüge oder -hosen erlaubt, die maximal bis oberhalb der Knie reichen und die Arme unbedeckt lassen. Diese Vorschrift schließt das Tragen eines Burkinis faktisch aus.
Aktuell sind wohl vor allem die Wassertemperaturen entscheidend: Am Freitag locken der Rhein in Basel (15 Grad), die Aare bei Bern (14,9 Grad), der Zürichsee bei Tiefenbrunnen (16,7 Grad), der Bodensee bei Romanshorn (15 Grad) oder der Vierwaldstättersee bei Hergiswil (14 Grad) zum Schwimmen.
Weitere Informationen zu Wassertemperaturen bietet die Website www.wiewarm.ch mit Messwerten von 220 Fluss-, See-, Frei- und Hallenbädern.