Mitte Mai startet die längst erwartete Bauphase am Bahnhof Luzern. Zahlreiche Busse werden vorübergehend an alternativen Haltestellen abgesetzt, während zwei Linien ihr Ende früher erreichen.
Laut einer gemeinsamen Mitteilung von den Verkehrsbetrieben Luzern, der Stadt und dem Kanton Luzern beginnen die Arbeiten zur Neugestaltung der Bushaltekanten am Bahnhofplatz und in Richtung Pilatusstrasse. Die Maßnahmen richten sich auf den Bereich beim Torbogen sowie entlang der Kantonalbank-Achse und sollen bis Mitte Dezember abgeschlossen sein.
Währenddessen wird der Abschnitt zwischen den Haltestellen C und F für die Bauarbeiten gesperrt. Die bestehenden Haltekanten werden neu organisiert, was dazu führt, dass zahlreiche Buslinien während dieser Zeit an anderen Stellen halten müssen. Insbesondere die Linien 11 und 18 bedienen nur den Pilatusplatz.
In der Pilatusstrasse entsteht zudem eine neue Doppelhaltekante. Zunächst werden die Fahrleitungen angepasst, bevor mit den Tiefbauarbeiten ab Mitte Juni begonnen wird. Diese Arbeiten erstrecken sich bis spätestens Mitte September und betreffen sowohl Straße als auch Gehweg.
Ein Teil der Arbeiten erfolgt nachts, um die Verkehrsbelastung am Tag zu entgehen. Besonders lärmintensive Tätigkeiten wie das Umrüsten von Trolleybus-Fahrleitungen, das Versetzen von Betonelementen und der Einbau des Straßenbelags finden bei gesperrter Fahrbahn statt.
Diese Baumaßnahme ist Teil einer Neuorganisation des Busangebots. Mit den neuen Durchmesserlinien sollen mehr direkte Verbindungen über den Bahnhof hinaus geschaffen werden, wodurch einige Linien ihre bisherigen Wendemanöver auf dem Platz nicht mehr benötigen.
Das Projekt wird vom Kanton Luzern und dem Verkehrsverbund finanziert, während die Stadt im Auftrag des Kantons agiert. Die Kosten belaufen sich auf etwa 3,8 Millionen Franken, wobei zusätzlich rund 1,5 Millionen Franken für die Fahrleitungsarbeiten vorgesehen sind.
Der Bund beteiligt sich gemäß Mitteilung mit rund 1,2 Millionen Franken an den Bauarbeiten und 0,6 Millionen Franken an der Umgestaltung der Fahrleitungen im Rahmen des Agglomerationsprogramms.
Aufgrund der zentralen Lage wird der Bereich zwischen Haltestellen C und F während der gesamten Bauphase abgesperrt. Die Verantwortlichen planen, die Fahrgäste mit Flyern, Plakaten, Wegweisern vor Ort sowie durch Anzeigen in den Fahrzeugen zu informieren. Zudem werden VBL-Mitarbeiter auf dem Bahnhofplatz für Fragen zur Verfügung stehen.
Die Zugänge zum Bahnhof bleiben während der Bauarbeiten offen und auch private Grundstücke im Baubereich sind zugänglich. Die Arbeiten finden montags bis samstags statt, üblicherweise in einem Einschichtbetrieb von 7 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 19 Uhr.
Der Bahnhof Luzern ist der zentrale Verkehrsknotenpunkt der Region, an dem laut Mitteilung täglich rund 61.000 Fahrgäste ein- und aussteigen. Bis zum Jahr 2035 rechnet man mit einem Anstieg der ÖV-Frequenz um bis zu 40 Prozent, wofür die neuen Haltekanten eine wichtige Rolle spielen sollen.
Verwendete Quellen:
Medienmitteilung der Stadt Luzern