SBB, SNCF und Eurostar haben sich darauf verständigt, eine potenzielle Direktverbindung zwischen der Schweiz und London zu erkunden. Ein Start wäre jedoch frühestens in den 2030er Jahren realistisch.
Die drei Eisenbahnunternehmen unterzeichneten kürzlich eine Absichtserklärung zur Entwicklung dieser Verbindung, wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung heißt. Das Projekt befindet sich noch in einem frühen Stadium, wobei eine Umsetzung erst im Laufe der 2030er Jahre möglich wäre.
Die steigende Nachfrage nach grenzüberschreitenden Bahnverbindungen motiviert die Unternehmen, das Potenzial einer direkten Linie ins Vereinigte Königreich zu erkunden. London ist aus der Schweiz gegenwärtig das meistbesuchte Flugziel, und es besteht ein großes Interesse an einer direkten Zugverbindung.
Die geplanten Reisezeiten liegen bei etwa sechs Stunden von Zürich nach London, fünf Stunden von Basel nach London sowie fünfeinhalb Stunden von Genf nach London. Diese Zeitspannen sollen der erwarteten Marktnachfrage entsprechen.
Die aktuelle Absichtserklärung baut auf einer Kooperationsvereinbarung zwischen SBB und SNCF Voyageurs auf, die im März unterzeichnet wurde. Ziel dieser Partnerschaft ist es, die Zusammenarbeit zu intensivieren und neue internationale Linien zu entwickeln.
Eine Direktverbindung nach London würde über Frankreich führen, wobei Eurostar seine umfangreiche Erfahrung aus mehr als 30 Jahren im Bahnverkehr durch den Ärmelkanal einbringt. Im nächsten Schritt sollen potenzielle Fahrpläne und Betriebskonzepte analysiert werden, um die grundlegenden Voraussetzungen für eine Einführung zu bestimmen.
Bevor das Angebot Realität wird, müssen verschiedene Herausforderungen angegangen werden. Dazu zählen unter anderem die Regelung der Einreiseformalitäten, der Ausbau oder die Bereitstellung notwendiger Infrastrukturen, internationale Vereinbarungen sowie die Verfügbarkeit geeigneter Züge und Schienenwege.