Hana Fink berichtet, dass die Stadt Zug mit der Ortsplanungsrevision mehr günstigen Wohnraum schaffen will. Der Stadtrat hat den Bericht und Antrag für eine zweite Lesung vorbereitet, um das Bedürfnis der Bevölkerung nach erschwinglichem Wohnraum zu adressieren.
In einer Medienmitteilung erklärte der Stadtrat, dass mit der neuen Ortsplanung mehr preisgünstige Wohnungen ermöglicht werden sollen. Der Bericht und Antrag zur Revision wird nun dem Grossen Gemeinderat in zweiter Lesung vorgelegt.
Zentral sind die neue Bauordnung, Zonenplanung sowie Gewässerraumfestlegung im Siedlungsgebiet. Die Vorlage steht ab Oktober auf der Tagesordnung des Grossen Gemeinderats, nachdem sie zuvor von der Bau- und Planungskommission behandelt wird.
Angesichts starkem Bevölkerungswachstums bei begrenztem Bodenangebot muss die Stadt entscheiden, wo gebaut werden darf, wie dicht bebaut werden kann und welche Flächen speziellen Regelungen unterliegen.
Im Rahmen der öffentlichen Auflage im November und Dezember wurden 270 Einwendungen eingereicht. Die meisten bezogen sich auf die neue Bauordnung. Diese Eingaben prüfte der Stadtrat anhand der Beschlüsse aus der ersten Lesung, wobei einige Anpassungen vorgenommen wurden.
Die Stadt dokumentiert die Ergebnisse in einem separaten Bericht über Einwendungen und zeigt auf, welche Rückmeldungen Auswirkungen auf die Vorlage hatten.
Der Fokus liegt nun stärker auf erschwinglichen Wohnungen. Die Bevölkerung habe den hohen Bedarf bestätigt, so der Stadtrat. Es wird erwartet, dass rund 24.000 Quadratmeter für preisgünstigen Wohnungsbau neu eingezont werden. Baudirektorin Eliane Birchmeier vergleicht die Fläche mit drei bis vier Fussballfeldern. Diese Maßnahme soll mehr bezahlbare Wohnungen schaffen. Der Stadtrat will damit klare Regeln für Bauherrschaften etablieren.
Das Parlament hat nun die Verantwortung, da der Stadtrat die Vorlagen zur Nutzungsplanung und Gewässerraumfestlegung Anfang Mai verabschiedet hatte. Nach der Beratung in der Bau- und Planungskommission entscheidet der Grosse Gemeinderat in zweiter Lesung.