Angesichts geringer Margen, geopolitischer Unsicherheiten und intensivem Wettbewerb im Detailhandel spricht CEO Michael Feitknecht über die Erfolgsstrategie von Fenaco. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP betont er die Stärke von Volg trotz des Drucks durch Discounter, insbesondere durch den Fokus auf Frische und regionale Nähe.
AWP fragt nach dem Einfluss von Discountern und Onlinehandel. Feitknecht erklärt: Der Preis ist im Detailhandel entscheidend, doch unsere Konzepte legen mehr Wert auf Frische. Dies bestätigte sich durch einen Rekordumsatz bei Volg zuletzt, was unsere Strategie unterstreicht. Landi hingegen spürt den Druck des Onlinehandels stärker und reagiert mit effizienteren Prozessen und Investitionen in die Logistik.
Auf Wachstumspotenzial angesprochen, sieht Feitknecht vor allem in der Westschweiz Raum für Volg. Dabei prüft Fenaco gezielt einzelne Standorte und verfolgt keine festen Eröffnungsziele. Bei Landi hingegen ist das Filialnetz nach Übernahme von Migros-Standorten gut ausgelastet.
Der Weinmarkt durchläuft schwierige Zeiten, so Feitknecht. Mit einem Rückgang des Weinkonsums um etwa 16 Prozent im vergangenen Jahr stellt sich die Frage, welche Strukturen langfristig notwendig sind.
Effizienzsteigerungen und Strukturanpassungen sind laut Feitknecht Teil der regulären Geschäftsabläufe. Obwohl hoher Druck in der Lebensmittelindustrie herrsche, sei ein kurzfristiger Stellenabbau nicht geplant.
Zum Nahostkonflikt erklärt Feitknecht, dass dieser zu Marktinstabilität und mittelfristig höheren Kosten führen könnte. Fenaco diversifiziert daher seine Lieferantenbasis und investiert in Infrastruktur sowie Innovationen, um die Abhängigkeit von einzelnen Rohstoffen oder Lieferketten zu verringern. Kritische Engpässe sind derzeit jedoch nicht erkennbar.