Die Debatte um Alfred Gantners Treffen mit Donald Trump gewinnt neue Brisanz. Hinter den Kulissen verfolgt die Partners Group, bei der Gantner als Mitgründer und Verwaltungsrat tätig ist, Übernahmen von US-Gaskraftwerken, für die Bewilligungen aus Washington erforderlich sind. Julian Amrein berichtet, dass diese Investitionen, über die «CH Media» recherchierte, das Schweizer Unternehmen in eine Abhängigkeit von Trumps Gunst bringen. Im November traf sich Gantner als Teil einer Delegation mit Trump und versprach Milliardeninvestitionen in den USA, um Unterstützung im Zollstreit zu erhalten. Kritiker werfen ihm vor, bei diesem Treffen eigene Interessen über Schweizer Belange gestellt zu haben. Die Partners Group steht nun unter verstärkter Beobachtung, da sie zugleich in US-Kraftwerke investieren soll – eine Unternehmung, die Trumps Bewilligung bedarf. Gantner betonte hingegen nach dem Treffen, dass es um Investitionsdarstellungen ging und nicht um Verhandlungen. Seiner Ansicht nach könne die Schweizer Wirtschaft das Handelsbilanzdefizit der USA über die nächsten Jahre verringern. Kritiker sehen in den gleichzeitigen Übernahmen jedoch einen potenziellen Interessenkonflikt.
Quellen: Artikel von «Luzerner Zeitung»