In Italien endete ein Streit über Lärmbelästigung durch ein Handy in einem Regionalzug mit einer Gewalttat. Ein 34-jähriger Schweizer wurde wegen schwerer Körperverletzung festgenommen, nachdem er den Zugführer verprügelt hatte.
Die Auseinandersetzung ereignete sich an einem Samstagabend Ende März auf der Strecke zwischen Lugano und dem Flughafen Malpensa IT in einem TILO-Zug. Die italienische Polizei berichtete über das Ereignis am Mittwoch.
Der Schweizer Passagier belästigte andere Fahrgäste mit lauter Handymusik, woraufhin der Zugführer ihn bat, den Lautsprecher leiser zu stellen. Daraufhin verlor der Schweizer die Beherrschung, beleidigte und schlug den Kontrolleur ins Gesicht.
Der schwerverletzte Zugführer wurde mit Prellungen am Kiefer sowie einer Verletzung an der rechten Hand in ein Krankenhaus nach Varese gebracht. Nach seiner Festnahme im Zusammenhang mit schwerer Körperverletzung und anschließender Untersuchungshaft wurde der Schweizer entlassen, jedoch mit einem Aufenthaltsverbot für die Regionen Lombardei, Piemont und Südtirol belegt.
Der Täter hatte bereits früher in der Schweiz wegen Vermögensdelikten, Straftaten gegen Personen sowie Gewalt oder Drohungen gegen Amtsträger eine Vorstrafe.