Die neueste Umzugsstatistik des Bundesamtes für Statistik gibt Aufschluss darüber, wie Menschen, die aus dem Ausland in die Schweiz kommen, wohnen. Ähnlich zu inländischen Umzugern sind diese Zuzüger im Durchschnitt Anfang 30 und ziehen vorwiegend in Mehrfamilienhäusern ein. Unabhängig von der Art der Gemeinde – ob städtisch, ländlich oder periurban – haben sie generell weniger Wohnfläche zur Verfügung als ihre inländischen Pendants. Diese Unterschiede zeigen sich sowohl bei der absoluten Wohnfläche als auch deutlicher pro Kopf.
Rund 80 % der aus dem Ausland Zugezogenen siedeln sich in städtischen Gebieten an, während über 60 % der Inländer dies ebenfalls tun. Auf dem Land und im periurbanen Raum sind die Wohnungen zwar größer, dennoch bleibt der Unterschied bestehen.
Es gibt nur wenige Gemeinden, wo ausländische Zuzüger pro Person mehr Wohnfläche zur Verfügung haben als inländische Umzugende. Ein solcher Fall tritt gelegentlich in kleineren Luxusvororten der Genferseeregion auf, nicht jedoch in der Diplomatenstadt selbst.
In kleinen Deutschschweizer Gemeinden nahe Industriearbeitsplätzen ist es häufiger vorkommend, dass ausländische Zuzüger weniger Fläche pro Person zur Verfügung haben.
Die Daten umfassen die Jahre 2013 bis 2024 und wurden von SRF Data analysiert. Die Statistik bezieht sich auf Privathaushalte in Wohngebäuden der ständigen Wohnbevölkerung, was nicht alle Bevölkerungsveränderungen abdeckt – Todesfälle, Geburten und Wechsel zwischen nichtständiger und ständiger Wohnbevölkerung sind hier ausgenommen.
Die Herkunftsländer der Zuzüger aus dem Ausland bleiben in den Daten unerwähnt. Visuell wird die Richtung des Zuzugs anhand von Nationalitäten approximiert dargestellt. Umzugsverbindungen, die weniger als 7 Personen betreffen, sind nicht sichtbar.
Besonders kleine Gemeinden weisen oft zu wenige Umzüge auf, um aussagekräftige Daten zu liefern. Für den Zeitraum der Analyse wurden fusionierte Gemeinden in ihren jeweiligen Stand vom 31.12.2024 zusammengefasst.
Verantwortlich für die Redaktion und Datenanalyse waren Jonas Glatthard und Keto Schumacher, während Fabian Schwander die Frontend-Entwicklung übernahm und Marina Kunz das Design gestaltete. Der Bericht wurde am 10. April 2026 von Arena veröffentlicht.