In der Schweiz leben rund drei Millionen Haustiere. Mit ihrem Ableben steigt auch die Nachfrage nach gemeinsamen Gräbern für Menschen und ihre Tiere. Während Städte wie Zürich und Bern bereits solche Bestattungsarten anbieten, ist diese Option in Luzern und Zug noch nicht möglich. Dennoch gibt es hier erste Anfragen.
In Zürich wurde die Idee der Mensch-Tier-Gräber vom Verein Akut (Arbeitskreis Kirche und Tier) initiiert. Die Stadt ermöglicht solche Gräber als Ort für Trauerbewältigung, wobei das Grab zu Lebzeiten gemietet werden kann. In Bern wird ein ähnliches Angebot künftig durch eine Änderung des Friedhofsreglements möglich sein.
In Luzern gibt es zwar bisher keine großen Nachfragen nach Mensch-Tier-Gräbern, doch einige Anfragen sind bereits eingegangen. Die Stadtluzerner Friedhofsverwaltung zeigt sich grundsätzlich offen und beobachtet die Entwicklungen in Zürich und Bern.
In Zug hingegen hat es bisher keine entsprechenden Anfragen gegeben, sodass das Thema noch nicht weiter abgeklärt wurde. Würden solche Anfragen eintreffen, müsste die Stadt prüfen, ob die aktuelle Benutzungsordnung eine gemeinsame Bestattung zulässt.
Die Alternative in der Region bietet der Tierfriedhof Emmenbrücke, der seit 2010 speziell für Tiere besteht. Dort können Haustiere beigesetzt werden und erfreut sich wachsender Beliebtheit.
Nach Schweizer Recht ist es zudem möglich, kleine Haustiere bis zu einem Gewicht von zehn Kilogramm auf dem privaten Grundstück zu bestatten, sofern gewisse Bedingungen eingehalten werden. Diese Vorschriften gelten jedoch nur für Tiere bis zu einem bestimmten Gewicht.
Die Debatte über Mensch-Tier-Gräber zeigt, wie tief die Bindung zwischen Menschen und ihren Haustieren sein kann – eine Beziehung, die oft auch nach dem Tod der Tiere fortbesteht.