In einem Eingangsproblem für die diesjährige Steuererklärung im Kanton Zürich sind fast die Hälfte der Gemeinden betroffen, da fehlerhafte Informationen per Post versendet wurden. Diese enthielten falsche Angaben zur Nutzung der Software «Private Tax» für Offline-Steuererklärungen, obwohl diese seit Steuerperiode 2025 nicht mehr verfügbar ist.
Zusätzlich zu diesem Vorfall kam es laut der Finanzdirektion des Kantons Zürich zu einer technischen Störung bei Online-Erklärungen, die zwischen dem 3. und 19. März eingereicht wurden. Rund 18.000 Steuererklärungen wurden betroffen, wobei die E-Steuerauszüge im digitalen Bildarchiv der Gemeinden fehlten, obwohl die Hauptformulare einsehbar waren.
Diese Panne beeinträchtigte einen zentralen Prozess in den kommunalen Steuerämtern, da ohne Zugang zu den Belegen eine Prüfung nicht möglich war. Die Finanzdirektion gibt Entwarnung und arbeitet daran, die fehlenden Auszüge nachzuladen. Obwohl das Problem bis Ende der letzten Woche gelöst werden sollte, waren am Mittwoch immer noch nicht alle Daten verfügbar.
Ein Steuerverwalter einer betroffenen Gemeinde erklärte gegenüber der NZZ, man warte auf die Bereitstellung der fehlenden Daten. Sollten diese weiterhin fehlen, könnten Steuerpflichtige gebeten werden, Unterlagen wie Lohnausweise erneut einzureichen. Es bleibt unklar, wie viele Betroffene bereits eine Aufforderung zur Nachreichung erhalten haben.
Ein Schreiben an einen Steuerzahler liegt der NZZ vor, in dem die Nachreichung verlangt wird, obwohl keine technischen Probleme erwähnt werden. Dies resultiert aus einer späteren Meldung des Kantons über die Störung am 9. April.
Die Behörden sehen keinen Grund, die Öffentlichkeit zu informieren, sofern sich Betroffene nicht selbst melden. Die Finanzdirektion empfiehlt betroffenen Steuerpflichtigen, direkt das zuständige Amt aufzusuchen und hält sich bei detaillierten Fragen der NZZ zurück.
Es bleibt unklar, wie viele Personen die Belege erneut einreichen mussten oder welche Gemeinden betroffen sind. Die Finanzdirektion versichert lediglich, dass alle Daten jederzeit sicher im System vorhanden waren.