Schweizer Unternehmen haben im vergangenen Jahr bedeutende Meilensteine in der Ausweitung des Bahnnetzes erreicht, wie aus dem neuesten Bericht zur Baufortschrittsbewertung hervorgeht, den das Bundesamt für Verkehr (BAV) veröffentlicht hat.
Zurzeit gibt es ungefähr 300 Projekte in Planungs- oder Ausführungsphase innerhalb der Erweiterungspakete 2025 und 2035 sowie des Programms zur zukünftigen Infrastrukturentwicklung. In einer Mitteilung listet das BAV diverse Baustellen auf. Der bedeutendste Teil des Erweiterungsprogramms betrifft den Bahnhof Lausanne, wo die SBB im Jahr 2025 mit den Bauarbeiten begonnen haben. Die Bahnsteige am Bahnhof Freiburg wurden hingegen fertiggestellt.
Die SBB haben innerhalb der geplanten Zeitspanne ein bedeutendes Infrastrukturvorhaben der Erweiterungsphase 2035 in Betrieb genommen, das eine verstärkte Zugverfügbarkeit im Laufental (BL) ermöglicht. Ebenfalls in Betrieb genommen wurden Projekte in der Region Basel und im Osten der Schweiz, die eine durchgehende halbstündliche Taktung des InterCity-Zuges zwischen Zürich und Chur gewährleisten.
Der Bundesrat plant eine schrittweise Weiterentwicklung des Schienennetzes. Aus finanziellen Gründen müssen Projekt-Prioritäten neu festgelegt werden. Auf der Grundlage einer Expertise der ETH Zürich und Analysen der zuständigen Bundesämter hat der Regierungsrat am 28. Januar die wesentlichen Punkte festgelegt. Derzeit wird ein Projekt zur Konsultation vorbereitet, dessen Annahme bis zum Beginn der Sommerferien erwartet wird.