Im Vorfeld eines geplanten Besuchs von Trump bei Xi Jinping haben chinesische Behörden die Veräußerung des KI-Startups Manus an den Facebook-Mutterkonzern Meta gestoppt. Dieses Vorgehen zeigt Härte im Technologiestreit, offenbart aber auch Chinas Kontrollanspruch über seine Tech-Firmen. Apps wie Tiktok, Temu und Shein machen weltweit Furore, doch die chinesische Dominanz in der KI-Technologie wächst ebenfalls. Große Sprachmodelle wie Deepseek von Alibaba sind international verbreitet. Ein stets präsentes Risiko ist dabei: Der Zugriff des chinesischen Staates auf Quellcode und Nutzerdaten, selbst wenn Technologien außerhalb Chinas sitzen. Das chinesische Recht erlaubt solche Eingriffe, was durch den Eingriff in die Veräußerung von Manus an Meta unterstrichen wurde. Dieses Unternehmen war nach seinem globalen Erfolg als KI-Agent und der Investition durch Benchmark Gegenstand eines 2-Milliarden-Dollar-Deals mit Meta. Trotz des Umzugs von Peking nach Singapur im Vorjahr, verlangte China den Rückkauf aufgrund vermeintlicher Gesetzesverstöße. Dieser Schritt ist Teil der Strategie Chinas im Technologiekonflikt mit den USA und dient als Drohung an zukünftige Tech-Gründer: die unumgängliche Einflussnahme Pekings. Der chinesische Staat scheint bereit, ausländische Investoren abzuschrecken, um dennoch global erfolgreich zu bleiben. Die Kommunistische Partei Chinas strebt danach, Technologie weltweit durchzusetzen und Standards zu bestimmen. Trotz dieser Kontrolle schafft es chinesisches Know-how immer häufiger, die globale Konkurrenz herauszufordern – sei es in der Software oder im High-Tech-Bereich. Deepseek beispielsweise bietet günstige Alternativen zu führenden Modellen wie Claude oder Chat-GPT und gewinnt somit Marktanteile. Die chinesische Regierung unterstützt den Technologiefortschritt aktiv, um letztlich die Kontrolle über ihre Innovationen zu behalten.