Apple präsentiert eindrucksvolle Zahlen zum Ende der Ära von CEO Tim Cook, wobei das iPhone-Herstellerunternehmen in China besonders erfolgreich ist. Trotz bevorstehender Herausforderungen durch Chipmangel zeigt sich Apple robust. Vor zehn Tagen gab Apple die Übergabe des CEO-Postens an Hardware-Chef John Ternus im September bekannt, mit dem Tim Cook sein Amt erfüllt und dabei starke Geschäftszahlen präsentiert. Im ersten Quartal verzeichnete der Konzern einen Umsatz von 111,2 Milliarden Dollar, ein Plus von 17 Prozent zum Vorjahr, wobei das iPhone 17 allein 57 Milliarden Dollar umsetzte – mehr als 600 Millionen Dollar pro Tag. China zeigte beeindruckendes Wachstum und auch andere Weltregionen verzeichneten starke Verkaufszahlen. Mit über 2,5 Milliarden Geräten im Umlauf ist Apple optimistisch für das Dienstleistungsgeschäft: Im März-Quartal wurden hier Rekordumsätze von 31,0 Milliarden Dollar erzielt. Die Brutto-Gewinnmarge liegt bei beeindruckenden 49,3 Prozent und wird von Analysten als Indikator für Apples Preissetzungsmacht angesehen. Lieferketten-Engpässe stellen jedoch eine Herausforderung dar; die Knappheit von Speicherchips könnte im zweiten Halbjahr spürbare Auswirkungen haben, wie Cook anmerkte. Er erwähnte, dass man über verschiedene Optionen nachdenkt, ohne ins Detail zu gehen. Trotzdem scheint Apple aufgrund seines Premium-Status besser positioniert als Konkurrenten mit günstigeren Geräten. Darüber hinaus profitiert Apple von der Abschaffung der Notstands-Zölle durch den Supreme Court und plant Investitionen in die US-Produktionsbasis. Cook scheint damit mögliche Kritik seitens der Trump-Administration vermeiden zu wollen, die Zölle zurückfordernde Firmen als „Feind“ bezeichnet hatte. Eine offene Frage bleibt, ob Apple bei der Integration von KI-Applikationen aufschließen kann; größere Produktankündigungen sind für die Entwicklerkonferenz im Juni geplant. Beobachter erwarten Software-Updates wie eine intelligente Version des Sprachassistenten Siri. Bloomberg berichtete, dass John Ternus früh in seiner Amtszeit neue Produkte einführen könnte, darunter ein faltbares Smartphone. Ob eines dieser neuen Produkte die Wirkung des iPhones erreichen wird, ist jedoch fraglich. Tim Cook hat gezeigt, dass Apple auch ohne bahnbrechende Neuheiten erfolgreich sein kann. Die Anleger zeigen sich zufrieden mit den Quartalszahlen und dem bevorstehenden Führungswechsel; die Aktie stieg nachbörslich um etwa 4 Prozent.