Gianni Infantino, seit zehn Jahren Präsident des Weltfußballverbandes FIFA, hat seine Absicht bekundet, das Amt zu verteidigen. Er plant, sich im kommenden Jahr zum dritten Mal zur Wiederwahl zu stellen und gab diese Ankündigung bei einem Kongress in Vancouver bekannt.
An die Delegierten der Mitgliedsverbände gerichtet erklärte Infantino: “Ich bestätige, dass ich im nächsten Jahr als Kandidat für das Amt des FIFA-Präsidenten antreten werde.”
Infantino trat 2016 Sepp Blatter nach und wurde bisher zweimal ohne Gegenkandidaten wiedergewählt. Nach den Statuten der FIFA darf ein Präsident maximal drei Amtszeiten absolvieren. Da seine erste knapp dreieinhalbjährige Amtszeit nicht angerechnet wird, könnte er 2027 für eine letzte vierjährige Amtsperiode bis 2031 wiedergewählt werden.
Bisher hat sich kein Gegenkandidat bekannt gemacht und eine Opposition gegen Infantino ist im Fußballmomentan nicht erkennbar. Vor drei Wochen hatte das Council des südamerikanischen Kontinentalverbands Conmebol einstimmig seine Wiederwahl unterstützt. Kurz vor dem Kongress bekundeten die afrikanischen und asiatischen Verbände ihre uneingeschränkte Unterstützung, sodass Infantino bereits jetzt eine Mehrheit für seine Wiederwahl hätte.
In der Vergangenheit kam es aus Europa mehrfach zu Kritik an Infantinos Amtsführung. Der Deutsche Fußball-Bund entzog ihm bei der letzten Wahl die direkte Unterstützung. Mittlerweile sei das Verhältnis laut Vereinbarungen wieder normalisiert.
Infantinos Nähe zu US-Präsident Donald Trump sorgte zuletzt für vereinzelt kritische Stimmen, nachdem er ihm im Dezember letzten Jahres einen neu geschaffenen Friedenspreis der FIFA verliehen hatte.
Das Fifa-Council hat den offiziellen Zeitplan für die nächste Präsidentschaftswahl festgelegt. Die Kandidaten können ab heute bis zum 18. November vorgeschlagen werden, wobei die Wahl am 18. März 2027 im marokkanischen Rabat stattfinden wird.
(SRF 4 News, 01.05.2026, 2:00 Uhr)