Im Süden Kolumbiens stürzte kurz nach dem Start ein Militärflugzeug ab, wobei zahlreiche Soldaten ums Leben kamen. Nach Angaben lokaler Medien vom Dienstag berichten Behörden von 66 Toten bei diesem Unglück, welches die schwerste Katastrophe in der Geschichte der kolumbianischen Luftwaffe darstellt. Zusätzlich wurden Dutzende Personen verletzt und ein Soldat gilt als vermisst.
Die Lockheed C-130 hob am Montagmorgen um kurz nach 10 Uhr Ortszeit vom Flughafen Puerto Leguízamo im Departamento de Putumayo ab, nahe der peruanischen Grenze. Das Flugzeug war aus Bogotá gestartet und sollte bei Zwischenlandung in Puerto Leguízamo weitere Soldaten und Polizisten aufnehmen, um dann nach Puerto Asís weiterzufliegen. Laut «El Tiempo» legte es nur etwa anderthalb Kilometer zurück.
An Bord befanden sich mehr als 120 Personen, darunter überwiegend Mitglieder der Nationalarmee; offiziellen Angaben zufolge waren 58 Soldaten, sechs Angehörige der Luftwaffe und zwei Polizisten unter den Todesopfern. Die Identifizierung der Opfer läuft.
Nach vier Vermissten wird noch gesucht, während ein unverletzter Soldat und 57 Verwundete nach Florencia und Bogotá in Militärspitäler gebracht wurden. Einige Betroffene sind laut lokalen Beamten in kritischem Zustand. Die Ursache des Absturzes bleibt bislang unbekannt.
Soziale Netzwerke verbreiteten Videos von einer großen grauen Rauchwolke und Trümmerteilen am Unglücksort. Anwohner sowie Sicherheitskräfte eilten sofort zur Unfallstelle, um Verletzte zu versorgen, wie der Radiosender Bluradio berichtet.