Der FC Winterthur schöpft nach einem 2:1-Heimsieg gegen Lausanne neue Hoffnung auf den Verbleib in der Super League. Der Absturz droht nun eher für die Grasshoppers, die das Derby gegen den FCZ mit 1:2 verloren und somit ihre Position gefährdet haben.
(sda) Vor einem Monat herrschte auf der Winterthurer Schützenwiese eine gewisse Melancholie. Obwohl die Fans nach dem Spiel gegen die Grasshoppers weiterhin ihr Bier genossen, war das Gefühl wohl gemischt, denn der FC Winterthur hatte an jenem Abend mit 0:2 verloren und sah sich nur noch von wenigen Optimisten im Super League-Kampf gesehen.
Dieser Samstagabend könnte jedoch für die Anhänger des FCW wieder fröhlicher gewesen sein, denn nach dem Sieg über Lausanne-Sport keimte auf den Tribünen Hoffnung auf. Die Grasshoppers verloren ihr Derby gegen den FCZ mit 1:2, wodurch der Abstand zu den rettenden Barrage-Plätzen für Winterthur auf vier Punkte schrumpfte.
Besonders brisant wird es am Dienstag im Letzigrund bei dem Direktduell zwischen beiden Teams. Dieses Spiel könnte entscheidend sein: entweder der Abstieg des FCW wird besiegelt, oder ein Sieg bringt maximale Spannung vor der letzten Runde und die Chance auf einen späten Barrage-Platz.
Nishan Burkart erzielte den frühen Führungstreffer für Winterthur nach einem langen Ball. Als Omar Janneh in der 56. Minute ausglich, reagierte Andrin Hunziker prompt mit dem 2:1 (66.), wodurch Winterthur weiterhin am Rande des Abstiegs bleibt.
Für die Grasshoppers hätte ein Derby-Sieg Klarheit bringen können, doch das erste Spiel unter Trainer Peter Zeidler ging daneben. Emmanuel Tsimba führte GC in der ersten Hälfte mit einem Tor in Führung, verursachte jedoch kurz vor Schluss eine Tätlichkeit gegen Lindrit Kamberi. In Überzahl drehten Alexander Hack und Ilan Sauter das Spiel für die Stadtzürcher.