Der Schweizer Nationaltrainer Murat Yakin vertraut für die bevorstehende Weltmeisterschaft vor allem auf erfahrene Spieler und präsentiert einen typischen Yakin-Kader. Im Zeitalter von Inszenierungen hat der Schweizerische Fussballverband (SFV) eine Schnitzeljagd im Internet organisiert, um die 26 nominierten Spieler für das Turnier in den USA, Kanada und Mexiko zu enthüllen. Diese Veranstaltung galt als eher unaufregend, da einige Medien bereits vorher wussten, wer dabei ist.
Im Gegensatz zu Carlo Ancelotti und Julian Nagelsmann, die sich entschieden haben, Veteranen wie Neymar und Neuer wieder einzusetzen, hatte Yakin kaum schwierige Entscheidungen zu treffen. Sein Kader ergibt sich auf den meisten Positionen von selbst, was seine klare Präferenz für Erfahrung über Jugend unterstreicht.
Mit 27 Jahren Durchschnittsalter steht Yakins Auswahl für die WM ganz im Zeichen von Beständigkeit und Vertrautheit – ein Ergebnis des erfolgreichen Länderspieljahres 2025. Die jungen Talente wie Zachary Athekame, Sascha Britschgi oder Alessandro Vogt blieben unberücksichtigt.
Besonders kontrovers ist die Nicht-Nominierung von Alvyn Sanches, dem vielversprechenden YB-Spieler. Trotz seines Potenzials hält Yakin ihn für international noch nicht reif genug, was an seinen Leistungen in den März-Länderspielen liegen könnte. Stattdessen hat er Christian Fassnacht nominiert und betont dessen Professionalität und Erfahrung.
Yakins Konzentration gilt der Gegenwart, ohne sich um die Zukunft oder vergangene Fehler wie bei der WM 2022 zu kümmern, als nur ein rechter Aussenverteidiger mitgenommen wurde. Diesmal ist Silvan Widmer wieder dabei, was Yakin zuversichtlich macht.
Das Schweizer Team wird von Stammkräften wie Granit Xhaka, Ricardo Rodriguez und Manuel Akanji angeführt. Die Saison verlief für die meisten Nationalspieler reibungslos, obwohl einige mit kleineren Verletzungen zu kämpfen haben.
Yakin scheint bereits einen klaren Plan für das Turnier zu haben, bei dem er vor allem über Johan Manzambi nachdenkt, der sich in hervorragender Form präsentiert. Mit wenig Sorgen und einer klaren Marschrichtung plant Yakin, dass die Schweiz ihre beste WM-Leistung aller Zeiten zeigt.