Die Wahl des neuen Stadtpräsidenten in Zürich schien bereits vorhersehbar, erforderte jedoch einen zweiten Wahlgang. Raphael Golta, der Kandidat der SP, hatte am 8. März die meisten Stimmen erhalten, allerdings ohne das absolute Mehr zu erreichen und war damit nicht automatisch gewählt. Nach der Zürcher Gemeindeordnung ist eine Urnenwahl für das Stadtpräsidium erforderlich, weshalb Golta in den zweiten Wahlgang musste, auch wenn er als einziger Kandidat antrat.
Im ersten Wahlgang hatte Golta Konkurrenten aus bürgerlichen Kreisen. Diese wurden jedoch nicht in die Zürcher Regierung gewählt. Im zweiten Wahlgang waren nur die neun gewählten Stadträtinnen und Stadträte stimmberechtigt, sodass ein Herausforderer theoretisch möglich war.
Tatsächlich entschied sich jedoch niemand, Golta herauszufordern: Sieben der neun Regierungsmitglieder gehören SP oder Grünen an und unterstützen ihn uneingeschränkt. Ebenso zogen die Stadträte Andreas Hauri (GLP) und Michael Baumer (FDP) ihre Kandidatur zurück.
Obwohl alle Stadtratsmitglieder wählbar waren, war im zweiten Wahlgang nur entscheidend, wer die meisten Stimmen erhielt. Raphael Golta, als einziger offizieller Kandidat, setzte sich durch.
Regionaljournal Zürich Schaffhausen, 8.5.2026, 17:30 Uhr