Ein Jahr nach Eröffnung zieht die Stadt Luzern eine positive Bilanz zum Quartierkiosk am Eichhof. Trotz mangelnder Kundenzahlen, liegt der Erfolg nicht in der Wirtschaftlichkeit, sondern in der Integration von arbeitssuchenden Personen.
Am frühen Donnerstagmorgen herrscht Ruhe bei der Bushaltestelle Eichhof an der Obergrundstrasse. Pendler warten auf den Bus oder sind mit ihren Handys beschäftigt. In unmittelbarer Nähe locken Schaufenster, gefüllt mit Gipfeli und Kaffee, doch finden sie kaum Beachtung.
Der Kiosk, eröffnet Anfang April 2025 nach jahrelangem Leerstand und gescheiterten Café-Plänen, wird vom städtischen Arbeitsintegrationsprogramm ReFit betrieben. Laut Stadt Luzern ist das Projekt ein Erfolg. Trotz mangelnder Kundenfrequenz während der Öffnungszeiten liegt der Fokus auf der Wiedereingliederung von Teilnehmenden in den Arbeitsmarkt. Seit Eröffnung konnten drei Personen erfolgreich integriert werden, was die Erwartungen übertroffen hat.
Benedikt Bucher, Leiter Betrieb und Strassenunterhalt, erklärt, dass der Erfolg nicht an wirtschaftlichen Kriterien gemessen wird, sondern am sozialen Gewinn durch Arbeitsintegration. Dies rechtfertigt die Kosten des Programms. Die Stadt konzentriert sich auf Wareneinkauf und Materialkosten.
Obwohl der Kiosk in den Stoßzeiten gut frequentiert ist, bleibt das Personal knapp. Daher bleiben die Öffnungszeiten bislang unverändert: Montag bis Freitag von 6.30 bis 14 Uhr. Die Stadt prüft laufend Verbesserungsmöglichkeiten.
Eine Podiumsdiskussion zum Thema Wohnraumkrise in Luzern findet am 18. Mai 2026 statt, organisiert von zentralplus und einem Presenting Partner.