Die vollständige Sperrung der Brennerautobahn Ende Mai wird nach Einschätzung der Schweizer Behörden nicht zu einer merklichen Erhöhung des Verkehrsaufkommens auf den Gotthard- und San-Bernardino-Routen führen. Zwischen Mitte Mai und Mitte Juni rechnet das Bundesamt für Strassen (Astra) jedoch ohnehin mit einem hohen Verkehrsaufkommen.
Die Brenner-Sperrung ist dem Astra bekannt, wie es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Montag erklärte. Diese wird in die laufenden Bewertungen für Massnahmen integriert.
Sollten sich Staus auf der A2 und A13 bilden, plant das Astra den Einsatz bewährter Verkehrsmanagement-Massnahmen, wie Thomas Rohrbach, Sprecher des Bundesamts, ergänzte. Reisenden wird empfohlen, die Verkehrssituation vor Abfahrt zu überprüfen und ausreichend Zeit einzuplanen.
Das Astra befindet sich nach eigenen Angaben in enger Abstimmung mit Partnerbehörden im In- und Ausland, insbesondere in Österreich, Deutschland und Italien. Deshalb fließen auch Einschränkungen auf wichtigen Transitachsen Europas sowie Ferienstarts in Nachbarländern der Schweiz in die Verkehrsprognosen des Bundesamts ein.
Die Tiroler Behörden haben für den 30. Mai – den Samstag nach Pfingsten – eine Demonstration auf der Autobahn über den Brennerpass zwischen Österreich und Italien genehmigt, beantragt von Gries am Brenners Bürgermeister.
Von 11 bis 19 Uhr werden die Autobahn sowie alle Nebenstrecke in beide Richtungen für den Transitverkehr gesperrt. Für Lastwagen beginnt die Sperrung bereits um 9 Uhr. Die Regionaleinwohner protestieren mit der Demonstration gegen die negativen Auswirkungen des zunehmenden Transitverkehrs. Die eigentliche Versammlung ist auf einem Autobahn-Parkplatz geplant.
Der Brenner stellt eine wesentliche Verbindung, besonders für den Reiseverkehr zwischen Deutschland und Italien, dar.