Erstmals in der Geschichte wurden im vergangenen Jahr laut dem Internal Displacement Monitoring Centre aus Genf mehr Menschen innerhalb ihrer Heimatländer durch Konflikte, Kriege und Gewalt vertrieben als aufgrund von Naturkatastrophen. Die Organisation dokumentierte 32 Millionen Fälle von Vertreibungen infolge von Bürgerkriegen, bewaffneten Auseinandersetzungen und Gewalthandlungen, was einem Anstieg um 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Iran sowie die Demokratische Republik Kongo waren mit fast zwei Dritteln der Fälle besonders betroffen. Im Gegensatz dazu sanken Vertreibungen durch Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Brände um etwa ein Drittel auf nahezu 30 Millionen.