Steven Wood wurde an der Swatch-GV erneut nicht in den Verwaltungsrat gewählt. Trotzdem sprach sich eine große Mehrheit der Inhaberaktionäre für ihn aus.
In einer separaten Abstimmung errang Wood 80 Prozent der Ja-Stimmen von den Inhaberaktionären, während Swatches Kandidat Andreas Rickenbacher nur auf 46 Prozent kam. Dies geschah am Dienstag gemäß Informationen aus Aktionärskreisen. Somit überwand Wood die erste Hürde, verfehlte jedoch im zweiten Wahlgang durch die Gesamt-GV das Ziel mit lediglich 19,2 Prozent Ja-Stimmen und erhielt 79,6 Prozent Nein-Stimmen.
Dieses Ergebnis war nicht überraschend, da die Hayek-Familie rund ein Viertel des Kapitals kontrolliert und somit etwa 44 Prozent der Stimmen hält. Der Swatch-Verwaltungsrat hatte sich gegen den US-Investor Wood ausgesprochen, mit der Begründung, er sei nicht vertraut mit der Schweizer Industrie. Rickenbacher, Präsident der Stiftung SwitzerlandInnovation und Vize im VR des Stromkonzerns BKW, setzte sich schließlich durch.
Im Vergleich zum Vorjahr konnte an dieser GV ein separater Abstimmungsprozess für den Inhaberaktionärvertreter eingeführt werden. Wood hatte schon 2025 bei der Gesamt-GV mit 79,2 Prozent Nein-Stimmen gescheitert.
Wood, Gründer von GreenWoods Investors in New York und laut Swatch-Angaben 0,5-prozentiger Aktionär, verlangt seit längerem mehr Unabhängigkeit des Bieler Uhrenkonzerns. Neben seiner eigenen Wahl brachte er weitere Anträge ein, darunter die Forderung nach mehr unabhängigen Verwaltungsratsmitgliedern und einer Trennung von Präsidium und operativen Funktionen.