Der Schweizer Radprofi Mauro Schmid, aktuell 26 Jahre alt, nähert sich an der Schwelle zum Durchbruch zur Weltspitze. Hinweise deuten darauf hin, dass er diesen Aufstieg in der nächsten Saison weiter verstärken wird. Im Rahmen der Flèche Wallonne schaffte es Schmid, trotz einer Anhöhe mit bis zu 20 Prozent Steigung, dem französischen Talent Paul Seixas nahezu Paroli zu bieten und wurde Zweiter – ein bedeutender Karriereerfolg. Kurz darauf äußerte er sich gegenüber der NZZ: «Ich war mir meiner Fortschritte in Sachen Schnellkraft bewusst, aber dass es gleich auf das Podest reichen würde, überraschte mich selbst.» Schmids Weg zum Profi war ungewöhnlich und voller Hindernisse. Zuletzt feierte er Erfolge bei der Settimana Internazionale Coppi e Bartali, der Muscat Classic und erreichte einen zweiten Platz in der Gesamtwertung der Tour Down Under sowie den sechsten Rang beim Amstel Gold Race. Auch an der Lüttich–Bastogne–Lüttich erzielte er eine Top-Platzierung. Seit 2024 wird Schmid zum australischen Team Jayco Alula gehören, wo er als Mannschaftsführer bei Eintagesrennen fungieren wird. Aktuell gibt es Berichte über einen Wechsel zu Pinarello Q36.5 für die kommende Saison, basierend auf Informationen von Radsportjournalist Daniel Benson. Schmid soll dort einen Dreijahresvertrag mit einem geschätzten Jahresgehalt von zwei Millionen Euro unterschrieben haben. Bis zum 1. August sind Teamwechsel im Radsport offiziell nicht kommunizierbar, jedoch berichtet man, dass Schmid Jayco Alula bereits über seinen Abgang informiert und für die Unterstützung gedankt hat. Die finanziellen Möglichkeiten von Jayco Alula reichten offenbar nicht aus, um das Angebot von Pinarello Q36.5 zu kontern. Pinarello Q36.5 wird durch Ivan Glasenberg unterstützt und hat kürzlich den Superstar Tom Pidcock unter Vertrag genommen. Der Südafrikaner Douglas Ryder, General Manager der Mannschaft, war maßgeblich an Schmids Karriere beteiligt, da er ihn 2021 auf Empfehlung von Fabian Cancellara zu Qhubeka Assos holte. Schmid selbst stand einst im Schatten von Kollegen wie Marc Hirschi und Stefan Bissegger. Ohne Vertrag bei einem World-Tour-Team im Jahr 2020, kämpfte er sich durch niederrangige Rennen. Seine Lehre als Automechaniker hatte ihm Sicherheit gegeben für den Fall des Scheiterns seiner Profikarriere. Sein Durchbruch kam schließlich während der elften Etappe des Giro d’Italia 2021, die dem Eintagesrennen Strade Bianche glich. Schmid überwand seine Angst vor Schotterpassagen und errang einen Sieg – ein Wendepunkt in seiner Karriere.