Ein Sprecher des Bundesamts für Rüstung hat gegenüber SRF zwar keine Verdoppelung des ursprünglichen Preises bestätigt, jedoch mit Mehrkosten von rund „50 Prozent plus“ gerechnet. Ursprünglich hatte der Bundesrat die Luftabwehrraketen für 2,3 Milliarden Franken in Auftrag gegeben.
Neben den Kostensteigerungen ist das Patriot-System auch erheblichen Lieferverzögerungen ausgesetzt, wobei der Ukraine-Krieg bereits zu einer Verlängerung geführt hat. Aktuellere Berichte deuten darauf hin, dass die Situation durch den Iran-Konflikt noch weiter verschärft werden könnte.
Im April entschied der Bundesrat daraufhin, Zahlungen an die USA für das Patriot-System vorläufig einzustellen. Zudem äusserte er sich dahingehend, nicht auszuschliessen, den Kauf komplett zu stornieren und stattdessen ein europäisches Raketenabwehrsystem in Erwägung zu ziehen.
SRF 4 News berichtete am 13. Mai 2026 um 5 Uhr darüber; Quelle: srf/fulu;widb