Im Rahmen einer Kooperation zwischen “Kassensturz” und K-Tipp hat das Prüfinstitut Applitest in Nürnberg zehn weit verbreitete Gasgrills unter die Lupe genommen. Die Preisspanne der Modelle reicht von 159 bis 599 Franken.
Zwei Grills wurden in Italien produziert, während die restlichen Modelle aus China stammen. Untersucht wurden Aspekte wie Verarbeitung, Handhabung und Wetterbeständigkeit. Zusätzlich mussten alle Grills einen Praxistest bestehen, bei dem Steaks und Bratwürste gegrillt und bei der optimalen Kerntemperatur vom Grillrost genommen wurden.
Alle Gasgrills meisterten den Praxistest, allerdings gab es bei der Bräunung des Grillguts erhebliche Unterschiede. “Ein hochwertiger Grill sollte überall am Fleisch eine gleichmäßige Bräunung ermöglichen”, betonte Testleiterin Kathrin Klessen.
Als Testsieger ging der Spirit E-210 von Weber hervor, der schon beim letzten Vergleich vor zehn Jahren auf dem ersten Platz war. Dieses Mal erreichte Weber mit einer Note von 5,6 sogar eine bessere Bewertung als zuvor. “Der Gewinner konnte in nahezu allen Kategorien überzeugen”, fügte Kathrin Klessen hinzu.
Obwohl die Weber-Grills zu den teureren Modellen zählen, fiel bei ihnen besonders die Preisschwankung auf. Für den Test wurde der Spirit E-210 Ende Februar zum Aktionspreis von 479.20 Franken bei Jumbo erworben. Anfang Mai stieg der Preis wieder auf 599 Franken. Zum selben Zeitpunkt lag der Preis bei Digitec Galaxus bei 449 Franken und beim Händler Hawk sogar nur bei 415 Franken. Kathrin Klessen rät dazu, die Preise verschiedener Anbieter zu vergleichen.
Auch günstige Modelle können im Test beeindrucken. Ein Beispiel ist der Kane von Jamestown, der in Obi für lediglich 199.95 Franken erhältlich ist. Der Grill punktet insbesondere bei Handhabung und Praxistest und erzielt die Note 5,3. Damit ist er der Sieger im Preis-Leistungs-Verhältnis.
Einzig ein Gasgrill schnitt “ungenügend” ab: Das Modell Xpert 200 LW von Campingaz erreichte weder in Handhabung noch Verarbeitung eine Vier. Der Grill stand nicht stabil und wackelte bei leichtem Rütteln. Zudem funktionierte die Zündung nur nach mehreren Versuchen – dies im windstillen Raum.
Von der Marke Campingaz war ein weiteres Modell, der “BBQ Compact 3L Plus”, im Test vertreten und erhielt eine Gesamtnote von 4,2. Beide Grills wurden in Italien hergestellt, konnten sich jedoch nicht gegenüber den chinesischen Modellen durchsetzen. “Made in Italy” konnte im Test nicht überzeugen, was die Testleiterin nicht überrascht.
Der Händler erklärte zu den beiden Campingaz-Modellen: “Die getesteten Modelle sind bewusst im preisgünstigen Einstiegssegment positioniert und richten sich an Konsumentinnen und Konsumenten, die einen kompakten, leicht transportablen Gasgrill für gelegentliche Nutzung suchen.”
Für den Kauf eines Gasgrills empfiehlt Kathrin Klessen, das Gerät gründlich zu prüfen und seine Robustheit sicherzustellen.