Nick Hayek beschreibt die Aufregung beim Verkaufsstart der “Royal Pop” als Lob für die Schweiz, nachdem weltweit Tumulte und Tränengaseinsätze gemeldet wurden. Swatch-Chef Hayek äußerte sich in einem Interview mit dem Westschweizer Radio und Fernsehen «RTS» positiv über das Interesse an der Uhr: “Alle wollen sie haben. Das ist positiv für uns und die gesamte Schweizer Uhrenindustrie – also sollten wir froh sein.” Er fügte hinzu: “Wann haben sich die Leute zuletzt um ein Schweizer Produkt so bemerkenswert gerissen? Ich kann mich nicht erinnern.” Swatch räumte Probleme in etwa 20 der weltweit 220 Boutiquen ein. Lange Warteschlangen und unzureichende Sicherheitsvorkehrungen führten zu Schwierigkeiten. In Paris löste die Polizei eine Gruppe von mehreren hundert wartenden Personen mit Tränengas auf, in Mailand kam es vor einer Boutique zu Schlägereien, und aus Lille wurden Berichte über Faustschläge an der Warteschlange gemeldet. Auch in Chicago musste ein Geschäft schließen; ähnliche Szenen gab es in Thailand und den USA. Hayek bedauert die Vorkommnisse: Swatch bemüht sich, den Verkauf friedlich zu gestalten. Niemand werde bevorzugt behandelt – selbst Führungskräfte müssen sich anstellen. Wer keinen Platz in der Schlange ergatterte, findet die Uhr nun im Netz, allerdings zu Preisen weit über dem offiziellen Preis von 350 Franken. Die “Royal Pop” ist eine Taschenuhr, entwickelt von Swatch und Audemars Piguet. In der Vergangenheit setzte Swatch auf Kooperationen mit Luxusmarken wie Omega (2022) und Blancpain (2023), beide aus dem eigenen Konzern.