Ein 33-jähriger Erzieher muss sich vor dem Regionalgericht Bern verantworten, da er sexuelle Gewalt gegen mindestens 15 Kinder im Alter von einem bis vier Jahren begangen haben soll. Laut SRF ereigneten sich die Taten über einen Zeitraum von etwa anderthalb Jahren in zwei privaten Einrichtungen, eine in der Umgebung von Bern und die andere bei Winterthur. Der Anklage zufolge nutzte er Gelegenheiten aus, um allein mit den Kindern zu sein, und missbrauchte sie, wobei er einige Vorfälle auch aufzeichnete. Die Identitäten der betroffenen Einrichtungen wurden aus Schutzgründen nicht veröffentlicht.
Bereits 2022 waren Verdachtsmomente nach einer Meldung einer Mutter in Winterthur aufgekommen, doch die Ermittlungen wurden eingestellt, da es an Beweisen fehlte. Der Erzieher wurde entlassen und fand eine neue Anstellung in Bern.
Im Februar 2024 erfolgte seine Festnahme im Zuge von Untersuchungen zu Kinderpornografie im Internet. Bei Durchsuchungen wurden zahlreiche digitale Speichermedien mit illegalen Bildern und Videos sichergestellt, darunter auch Aufnahmen der Taten in den Kindertagesstätten. Die Leitung beider Einrichtungen äußerte ihr Entsetzen. Infolge der Vorwürfe wurden die Schutzmaßnahmen verstärkt. Der Mann räumte ein, 15 Kinder missbraucht zu haben und befindet sich aktuell in vorgezogener Haft.