Bettina Balmer, Nationalrätin der FDP aus Zürich, argumentiert, dass Prävention alleine nicht genügt und Gewalttäter härtere Strafen benötigen. Sie betont: Die Schweiz sei kein sicheres Land mehr, da die Kriminalstatistik eine steigende Gewaltandrohung zeigt. Selbst bei Kindern gibt es einen Anstieg der Misshandlungen. Das Vertrauen der Menschen in das Anzeigen von Straftaten ist zwar gestiegen, aber die Zahlen sind noch immer besorgniserregend.
Balmer kritisiert die Linke für den Vorschlag, 500 Millionen Franken für Prävention auszugeben, und betont, dass dies sowohl teuer als auch unvollständig sei. Die FDP-Frauen planen ein Strategiepapier mit einem Schwerpunkt auf Opferschutz und Repression.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Ausländern, die überproportional häufig Täter sind. Balmer schlägt vor, bei Gewalttätern von außerhalb der Schweiz härtere Maßnahmen zu ergreifen, wie den Widerruf oder die Verweigerung einer Aufenthaltsbewilligung.
Die SVP teile diese Ansichten, fokussiere sich jedoch nur auf Repression. Balmer betont die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes, der Prävention und Integration umfasst. Risikofaktoren wie Armut und soziale Isolation müssen adressiert werden.
Als Modell für effektive Maßnahmen schlägt sie das spanische System vor: Hier erhalten Täter Fussfesseln, und spezialisierte Krankenschwestern unterstützen die Opfer. Trotz hoher Kosten könnten solche Maßnahmen finanzierbar sein, beispielsweise durch öffentlich-private Partnerschaften oder verstärkte Finanzierung.
Balmer unterstreicht, dass Frauen wissen müssen, dass sie sich in einer Notlage vertrauensvoll an spezialisierte Fachkräfte wenden können. Die Umsetzung des spanischen Modells könnte die Sicherheit und den Schutz der Opfer verbessern.