An der Delegiertenversammlung seiner Partei in Zug appellierte Bundesrat Martin Pfister an eine Aufstockung des Budgets für die Armee. Dabei erwähnte er als Finanzierungsquelle eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, wie von «SRF» berichtet wurde.
Im Rahmen seiner Rede vor den Mitgliedern seiner Partei in der Zuger Chollerhalle machte Verteidigungsminister Pfister deutlich, dass die Schweiz ihre Sicherheitslage ernst nehmen und verstärkt in das Militär investieren müsse. Er hob hervor, dass ein erheblicher Nachholbedarf bestehe und betonte: Sicherheit sei unerlässlich für Wohlstand, Freiheit und Demokratie.
Pfister setzte sich dafür ein, die finanziellen Mittel der Armee zu erhöhen. Er befürwortet eine zeitlich befristete Anhebung der Mehrwertsteuer um 0,8 Prozent über zehn Jahre. Diese Maßnahme solle es ermöglichen, die Verteidigungsfähigkeiten des Landes zu verstärken. Als Beispiele für Länder mit gesteigerter militärischer Bereitschaft nannte er Finnland und Polen, wobei er Finnland als besonderes Vorbild hervorhob.
Darüber hinaus forderte Pfister die Parteien auf, zusammenzuarbeiten. Er sprach sich für gemeinsame Lösungen aus und appellierte an eine Reduzierung der Polarisierung. Neben dem Krieg in der Ukraine nannte er auch wirtschaftliche Unsicherheiten sowie technologische Entwicklungen als Faktoren, die die Sicherheit der Schweiz beeinflussen.