Manuela Frey begann mit 15 Jahren ihre Karriere auf den internationalen Laufstegen von Chanel und Dior. Heute beschreibt sie sich als Managerin, die auch oft die Rolle der “Mami”, “Papi” oder “Psychologe” einnimmt. In einem Gespräch spricht sie über eine gnadenlose Branche und ihre Verantwortung gegenüber jungen Menschen.
Frey (geboren 1996) startete in jungem Alter eine Karriere auf den Laufstegen großer Modehäuser, lief bis zu 63 Shows im Jahr und war als Gastgeberin der Sendung “Switzerlands Next Topmodel” tätig. Nachdem sie sich entschied, mehr hinter die Kamera zu wechseln, gründete sie eine eigene Talentagentur und managt Schweizer Künstlerinnen und Künstler.
In einem kürzlichen Casting in New York erkannte Frey, dass sie aufgrund ihres Alters (bald 30 Jahre) und ihrer Figur keine Chance mehr als Model hätte. In ihren Anfangsjahren erlebte die Branche einen enormen Druck, dünn zu sein. Ihre Eltern hatten große Angst um ihre Gesundheit. Ihr Vater versuchte ihr beispielsweise mit kleinen Stückchen Zopf und Nutella vor Magersucht zu bewahren, ein Ritual, das sie schließlich ablehnte.
Trotz der Härte in der Branche fand Frey durch den Gewinn des “Elite Model Look”-Contests Unterstützung. Sie pflegte eine enge Verbindung zu ihren Eltern und verbrachte Stunden auf Videoanrufen mit ihnen, was ihr Halt gab.
Heute beobachtet sie ein wiederkehrendes schlankes Schönheitsideal in den sozialen Medien. Bei Castings übernimmt Frey eine beratende Rolle für junge Models und unterstützt sie bei ihrem Weg.
Frühe Erfahrungen mit Absagen prägten Freys Umgang mit Misserfolgen. Ihr Traum, einmal für Victoria’s Secret zu laufen, wurde nicht wahr, was ihr Ego traf, sie aber auch lehrte weiterzumachen. Mit ihrer eigenen Agentur will sie den Druck mindern und jungen Talenten Sicherheit bieten. Sie nutzt ihre 15-jährige Erfahrung im Fashion- und Entertainmentbereich, um die Fehler der Vergangenheit zu vermeiden.