Die Stadt Zug steht im Fokus, da die Alfred Müller AG plant, auf dem Areal beim Salesianum acht Häuser zu errichten. Diese Entwicklung geht zulasten von Feldern des Biohofs Zug, der sich direkt neben dem Baugrundstück befindet und nun wertvolles Kulturland verliert. Über diese Situation berichtete die “Zuger Zeitung”.
Felix Niederberger, Betreiber des Biohofs, bezeichnet den Verlust als einen “schweren Einschnitt”. Die unmittelbar angrenzenden Flächen sind für ihn besonders wichtig, da sie kurze Wege ermöglichen und die Arbeitsprozesse im Gemüse-, Obst- und Beerenanbau erleichtern.
Niederberger kritisiert das Vorgehen der Stadt Zug scharf. Er bemängelt, dass der Biohof nicht ausreichend in den Planungsprozess eingebunden wurde. Darüber hinaus moniert er die politische Priorisierung von Wohnraum über den Schutz produktiven Kulturlandes und fordert eine Verdichtung auf bereits versiegelten Flächen.
Stadtpräsident André Wicki widerspricht diesen Vorwürfen. Er erläuterte in einem Interview mit der Zeitung, dass es nicht seine Aufgabe gewesen sei, Interessen zu vertreten, sondern lediglich die Alfred Müller AG und beschwerdeführende Nachbarn zu einer Einigung einzuladen.
Die Baubewilligung für das Projekt wurde letzte Woche von der Immobilienfirma bekannt gegeben. Der Biohof reichte keine Einsprachen ein, und Niederberger spricht dem Kontakt mit der Firma positive Worte wie “fair” und “korrekt” aus.
Verwendete Quellen:
Bericht in der “Zuger Zeitung”
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