Die Kryptowährung Bitcoin hat Montagmorgen wieder einen Wert von über 80’000 US-Dollar erreicht und damit den letzten Januarstand übertroffen. Der Preis wurde bei 80’466 Dollar notiert, was einem Plus von 2,9 Prozent innerhalb eines Tages entspricht. Analyst Timo Emden führt die positive Entwicklung auf ein günstigeres Umfeld für risikoreichere Anlagen zurück.
Ein beschleunigter Preisanstieg resultierte vermutlich auch aus dem Abbau von Wetten auf fallende Kurse, was als Short-Squeeze bezeichnet wird. Anleger, die zuvor auf sinkende Bitcoin-Preise spekuliert hatten, sahen sich gezwungen, ihre Positionen zu schließen und damit die Nachfrage zusätzlich anzukurbeln.
Emden merkte an, dass das Überschreiten der 80’000-Dollar-Grenze auch psychologische Bedeutung haben könnte. Diese Marke gilt als bedeutender Widerstandspunkt, dessen Überwindung eine Art Befreiungsschlag darstellt und zusätzliche Käufer anziehen könnte.
Zuletzt zeigten Anleger Gelassenheit gegenüber geopolitischen Risiken. Trotz fortbestehender Spannungen zwischen den USA und dem Iran vertrauen viele Marktteilnehmer auf eine diplomatische Lösung, solange es nicht zu einer größeren militärischen Eskalation kommt. Unter diesen Umständen wird das Thema zunehmend als Hintergrundfaktor betrachtet.