Die Artemis-2-Mission des Mondes bleibt ein Brennpunkt moderner Falschinformationen. Während der Mission führten Unterbrechungen der Internetverbindung zu einem Mangel an aktuellem Bildmaterial und schufen somit einen idealen Nährboden für die Verbreitung von Fehlinformationen.
Die Rückkehr der Artemis-2-Crew zur Erde steht bevor, mit einer erwarteten Wasserung der Orion-Raumkapsel im Pazifik in dieser Nacht. SRF wird ab 00:30 Uhr Schweizer Zeit die Ankunft live aufsrf.ch/news und in ihrer App übertragen.
Ein Video behauptete, die Mission sei inszeniert worden, indem es Astronauten zeigte, wie sie an Drähten hingen und vor einem Greenscreen agierten. Ein Beitrag mit diesem Video, der über eine Million Aufrufe generierte, trug den Titel «Hört auf, diesen Betrügern zu glauben». Laut Prüftools von Google wurde das Material mithilfe eines KI-Tools erstellt.
KI-generierte Inhalte beeinflussen auch die Fotografie. Astrofotograf Damian Peach berichtete, dass zahlreiche gefälschte Bilder auf sozialen Medien kursierten, die fälschlicherweise mit der Artemis-2-Mission in Verbindung gebracht wurden. Er betonte, dass diese Plattformen Betrügereien fördern und solche Inhalte oft mehr Interaktion erhalten als echte Missionsergebnisse.
Andrew Bridgen, ehemaliger britischer Abgeordneter, verbreitete Bilder, die behaupteten, von Apollo-8 (1968) und Artemis-2 (2026) zu stammen. Tatsächlich wurde eines der Bilder nachträglich bearbeitet und ist Teil einer anderen Mission, während das andere KI-bearbeitet war.
Ein virales Video zeigte die vier Besatzungsmitglieder von Artemis-2 jubeln und winken, bevor es zu einem Fenster schwenkte, in dem die Erde zu sehen war. Ein X-Nutzer fragte: «Wer filmte dies, wenn vier Astronauten an Bord waren?» Trotz professioneller Optik ist das Video eine KI-manipulierte Montage.
Analyst Tal Hagin erklärte, dass es sich um eine Zusammenführung von verschiedenen Videos handelt – wobei ein Teil aus echtem Material und der andere aus einem Standbild stammt. Die Verbindung wurde mittels künstlicher Intelligenz hergestellt.
Seit Apollo-11 im Jahr 1969 kursieren Verschwörungstheorien rund um die Mondlandungen, wobei Skeptiker den Mondbesuch bezweifeln. Solche Theorien beruhen meist auf Missverständnissen und werden durch KI-generierte Inhalte bei jeder neuen Mission erneut angefacht.