In einem nächtlichen Vorfall in der Moosmattstrasse versuchten mutmaßliche Diebe, mit einem Gullydeckel die Tür des Quartierladens «Pomodoro» aufzubrechen. Ihr Versuch misslang jedoch und sie verlagerten ihre Anstrengungen zur benachbarten Ueli-Metzg, wo sie tatsächlich eindringen konnten.
Am Tag der Arbeit zeigte sich das Obergrundquartier in Luzern von einer ungewöhnlichen Seite. Einbruchsversuche wurden in den frühen Morgenstunden des Freitags gemeldet. Laut einem Leserreporter war es etwa um 4 Uhr morgens zu wiederholten, lauten Knallgeräuschen gekommen. Der Gullydeckel war gegen die Tür des Quartierladens «Pomodoro» geworfen worden, doch Fiorella Valentino und ihr Mann Gerardo hatten die Falttür mit einer Eisenstange abgesichert. Diese Sicherungsmassnahme erwies sich als effektiv.
Im Gegensatz dazu gelang es den Tätern, bei der Ueli-Metzg ein Loch in das spezialverstärkte Glas der Eingangstür zu schlagen. Michael Gerber, Leiter des Ladenlokals, berichtete, dass trotz einer chaotischen Szenerie am Morgen keine Beute gemacht wurde. Der Einbruch unterschied sich von früheren Vorfällen dadurch, dass keine elektronische Ausrüstung beschädigt oder Kabel zerschnitten wurden.
Die Luzerner Polizei betonte, dass trotz des spektakulären Vorfalls die Zahlen der Einbruchsdelikte in Verkaufsräumen im Vergleich zu 2024 um 15 Prozent gesunken seien. Das Interesse der Täter könnte auf leicht handelbare Waren wie Zigaretten und Alkohol gerichtet gewesen sein, vermutet Fiorella Valentino. Dies wäre der zweite Einbruchsversuch seit die Valentinos den Laden im Oktober übernommen haben.
Details zur Täterschaft sind noch unklar, obwohl Augenzeugen von zwei flüchtenden Personen berichteten. Die Polizei ermittelt weiter und gibt vorerst keine Details preis. Am Freitag sah die Moosmattstrasse wieder normal aus, abgesehen von der neu eingesetzten Scheibe bei der Ueli-Metzg als Zeugnis des nächtlichen Geschehens.