An diesem Samstag beginnt in zahlreichen Schweizer Städten die Freibadsaison, wobei einige Standorte strengere Regeln einführen. Diese reichen von Hausverboten bis hin zu Bekleidungsvorschriften.
Die Wetterprognosen für das Wochenende sind gemischt: Meteoschweiz erwartet eine Mischung aus Sonne und Wolken. Am Samstag könnten in der zweiten Tageshälfte vereinzelte Schauer auftreten, während am Sonntag Gewitter von Westen über das Land ziehen werden. Im föhnigen Wallis bleibt es voraussichtlich trocken mit Höchsttemperaturen bis 25 Grad.
Die Temperaturen der offenen Gewässer könnten noch nicht zum Baden einladen: Am Freitag zeigte wiewarm.ch Werte von 14,6 Grad für den Rhein in Basel, 14,4 Grad für die Aare bei Bern, 14,3 Grad für den Zürichsee bei Tiefenbrunnen, 15 Grad für den Bodensee bei Romanshorn sowie 15 Grad für den Vierwaldstättersee bei Hergiswil an.
In St. Gallen öffnen sämtliche städtische Freibäder am Samstag ihre Pforten. Auch in Bern gehen die Freibäder Lorraine, Wyler und Weyermannshaus an diesem Tag in Betrieb. Das Aarebad Marzili wird aufgrund von Sanierungsarbeiten ab dem 23. Mai schrittweise geöffnet; zunächst ist nur das Schwimmen in der Aare erlaubt, die neuen Wasserbecken sollen Mitte Juni folgen. Die Ka-We-De bleibt bis Herbst 2026 geschlossen.
In Zürich starteten bereits Ende April und Anfang Mai das Seebad Utoquai sowie die Freibäder in Seebach und Letzigraben ihre Saison, während andere Einrichtungen am Wochenende folgen. Ausnahmen sind das Männerbad Schanzengraben und das Freibad Dolder, welches nach Reparaturen voraussichtlich Anfang Juni wieder öffnet.
Die Strandbäder Lido und Tribschen in Luzern sowie das Seebad Horw (bis Auffahrt) beginnen am Samstag. In Basel starten die Gartenbäder St. Jakob und Bachgraben, während das Gartenbad Eglisee eine Woche später folgt.
Auch Chur und Genf eröffnen ihre Freibäder am Wochenende; das Bad Bellerive in Lausanne wartet traditionell bis zum 14. Mai. In anderen Kantonen wie Aargau, Schaffhausen, Thurgau und Wallis begann die Saison bereits am 1. Mai.
Einige Orte verschärfen gleichzeitig ihre Vorschriften: In Basel kann das Personal nun sofort Hausverbote aussprechen, berichtete das Erziehungsdepartement Anfang April. Verstöße können mit einem 72-Stunden-Verweis oder bis zu einem Jahr Hausverbot geahndet werden. Mehr Sicherheitspersonal und erweiterte Schulungen für Deeskalation wurden angekündigt.
In Pruntrut JU hat das Gemeindeparlament der Stadtregierung neue Zugangsbeschränkungen ermöglicht, nachdem Gästen aus Frankreich im Vorjahr wegen ungebührlichen Verhaltens der Zutritt verweigert wurde. Die Eröffnung ist für den 23. Mai geplant.
Im Kanton Genf hat man eine rechtliche Grundlage geschaffen, die nur Badeanzüge oder Badehosen bis oberhalb der Knie und unbedeckte Arme in öffentlichen Bädern erlaubt, was das Tragen eines Burkinis faktisch ausschließt.