Im Februar 2024 fand ein gewalttätiges Gespräch zwischen einem Paar statt, das eskalierte und zur Tötung der Frau durch ihren Ehemann führte. Laut Anklageschrift erwürgte der Mann seine Partnerin und zerstückelte deren Leiche anschließend im Keller. Ihm wird Mord sowie Störung der Totenruhe vorgeworfen, wohingegen er sich mit einem Notwehr-Vorwurf verteidigt, da die Frau angeblich mit einem Messer auf ihn losgegangen sei.
Gerichtsunterlagen zeigen auch frühere Gewaltakte gegen seine Frau und andere Partnerinnen. Blertë Berisha von den Frauenhäusern Schweiz bezeichnet dies als typischen Femizid: “Trennungssituationen bergen erhebliche Risiken für betroffene Frauen, da sie einen Kontrollverlust für gewaltausübende Männer darstellen können.” Seit dem 1. Mai ist die Notrufnummer “142” in der Schweiz aktiv und bietet 24/7 Hilfe bei häuslicher Gewalt an.
Berisha kritisiert das Versagen der Behörden, vor allem da der Mann bereits polizeilich bekannt war. Der Fall erregte auch über die Landesgrenzen hinaus Aufsehen, wobei einige Medien detailliert über den Mord berichteten. Daraufhin reichte Berisha beim Presserat Beschwerde ein: “Medienberichte über Femizide sind wichtig, doch in diesem Fall war die Darstellung zu sensationell und gefährdete das Schutzbedürfnis der Angehörigen.”
Der beschuldigte Mann befindet sich seit der Tat in Untersuchungshaft, während das Urteil für den 13. Mai erwartet wird.
Regionaljournal Baselland/Basel-Stadt, 4. Mai 2026, 06:31 Uhr