Die Ruhe in Gaza bleibt angespannt, nachdem ein formeller Waffenstillstand seit Oktober 2025 besteht. Der von den USA initiierte «Friedensplan» beinhaltet den Truppenrückzug Israels und die Freilassung palästinensischer Gefangener sowie Geiseln durch die Hamas. Trotz vereinbarter Schritte, wie der Rückkehr israelischer Soldaten hinter sichere Linien, sind Feuergefechte weiterhin an der Tagesordnung.
Israelische Luftangriffe als Reaktion auf vermeintliche Verstösse der Hamas setzen die Waffenruhe unter Druck. Laut Angaben von Gesundheitsbehörden in Gaza wurden seit Beginn des Stillstands über 400 Palästinenser getötet, darunter viele Zivilisten. Unicef meldete im Januar den Tod von mehr als 100 Kindern. Auf israelischer Seite gab es drei Tote unter Soldaten bis Mitte Januar.
Die USA verkündeten am 14. Januar die Fortsetzung des Friedensplans in eine zweite Phase, inklusive der Bildung einer Technokratenregierung für Gaza, beaufsichtigt von einem «Friedensrat» unter Donald Trump. Viele Herausforderungen wie die Entwaffnung der Hamas bleiben offen.
Die Waffenruhe folgte auf Verhandlungen im Oktober 2025, an denen Ägypten, Katar, Türkei und die USA beteiligt waren, welche im Uno-Sicherheitsrat abgesegnet wurden. Der von Trump entwickelte 20-Punkte-Friedensplan sollte den Konflikt beenden und eine politische Ordnung in Gaza etablieren.
Trotz der Einigung ist die Lage prekär: Israel plant keine vollständige Truppenrücknahme aus dem Gazastreifen, um strategischen Einfluss zu bewahren. Hamas fordert hingegen einen völligen Abzug israelischer Kräfte und Ende der Blockade.
Die humanitäre Situation in Gaza bleibt katastrophal: 78 Prozent der Gebäude sind zerstört oder beschädigt, die Versorgungslage ist weiterhin alarmierend. Nach wie vor gibt es Probleme bei der Einfuhr von Hilfsgütern. Die Notlage resultiert aus dem zwei Jahre andauernden Krieg und den daraus entstandenen Zerstörungen.
Der Konflikt wurde durch das Massaker am 7. Oktober 2023, bei dem die Hamas rund 1200 Israelis tötete, ausgelöst. Der anschließende militärische Konflikt forderte mehr als 71.000 Todesopfer in Gaza sowie über 466 israelische Soldatenleben.
Die Hoffnung auf eine nachhaltige Lösung und dauerhaften Frieden im Nahen Osten bleibt ungewiss, obwohl die USA den «ewigen Frieden» bereits proklamiert haben.