Autorin Michelle Keller berichtet, dass die JungeSP Luzern die Stadt dazu aufruft, Jungen und jungen Männern durch gezielte Angebote zu helfen. Diese wachsen in einem Spannungsfeld auf: Einerseits existieren moderne Gleichstellungserwartungen und veränderte Rollenbilder, andererseits dominieren traditionelle Männlichkeitsvorstellungen, die oft mit Gewalt verbunden sind.
Die SP Luzern hat einen Vorstoss eingereicht, der aufzeigt, dass die Stadt nicht tatenlos bleiben kann. Sie soll gezielt junge Männer und Knaben unterstützen, um ihre Beziehungsfähigkeit, Fürsorge, Reflexionsfähigkeit sowie Gewaltfreiheit zu fördern. Als Beispiel für solche Initiativen wird das nationale Programm «Men Care Schweiz» von «männer.ch» genannt, das sich für eine stärkere Betonung von sorgenden Männlichkeiten und männlicher Care-Arbeit einsetzt.
Des Weiteren verweisen die Politiker auf den «Rethink Masculinity Day», der mehr männliche Sorgearbeit, Maßnahmen gegen Gewalt sowie eine Stärkung der Männergesundheit fordert. Die SP Stadt Luzern schlägt vor, dass die Stadt prüfe, wie bestehende städtische Angebote durch Jungen-, Männer- und Väterarbeit sowie Gewaltprävention erweitert oder koordiniert werden können.
Ein weiterer Aspekt ist die Unterstützung von Jugendlichen im Umgang mit problematischen Männlichkeitsnarrativen in den sozialen Medien. Hierfür sollen etwa Workshops an Schulen finanziell unterstützt werden.