Donald Trump überrascht mit Ankündigungen, die Insider dazu veranlassen, spekulativ zu agieren. Die Börsenaufsicht SEC übergeht Spender aus dem Wahlkampf von Trump. Als Kriegsherr und Clanführer umgeben sich der US-Präsident Donald Trump mit loyalen Gefolgsleuten, die dadurch finanzielle Vorteile erzielen. Dies geschieht durch den Zugang zu Informationen über Zölle, militärische Aktionen oder Kryptowährungen. Ein Beispiel ist das Vorhaben des US-Verteidigungsministers Pete Hegseth, aus dem Iran-Konflikt persönlich Kapital zu schlagen. Laut der “Financial Times” versuchte ein Berater bei Morgan Stanley für Hegseths Kunden, in einen Rüstungsfonds von Blackrock zu investieren, obwohl das Vorhaben scheiterte. Dieses Muster zeigt sich regelmässig: Trumps Ankündigungen führen oft vorab zu gezielten Transaktionen mit exklusiven Informationen. Im April 2025 führte der “Liberation Day” zu erheblichen Marktreaktionen, nachdem Trump Strafzölle verkündet hatte. Laut Pro Publica veräusserten über ein Dutzend Bundesbeamter kurz davor Aktien, während Kongressmitglieder und deren Mitarbeiter ebenfalls häufig am Finanzmarkt aktiv wurden. Pam Bondi, Trumps ehemalige Generalstaatsanwältin, verkaufte einen Tag vor der Zollankündigung Aktien von Trump Media im Wert von bis zu 5 Millionen Dollar, wodurch sie Verluste vermeiden konnte. Der Rechtsprofessor Mark Pieth kritisiert diese Praktiken als Interessenkonflikte und vergleicht sie mit korrupten Regimen. Nach dem “Liberation Day” handelte Trump selbst mit Insiderinformationen: Er twitterte optimistische Botschaften, bevor die Zölle ausgesetzt wurden. Die US-Börsen stiegen daraufhin um über 10 Prozent. Anschließend erhielt Trump im Weissen Haus zwei Unterstützer – Charles Schwab und Roger Penske – die aufgrund der Ankündigung Millionen verdient hatten. Trump Jr. und Eric kauften kurz vor einer Krypto-Ankündigung ihres Vaters Digitalwährungen ein, was ihre Geschäfte mit den selbst kreierten $TRUMP und $MELANIA Coins bekräftigt. Diese Coins profitieren von Veranstaltungen mit Trump. Auch auf der Plattform Polymarket kam es zu Wetten über bevorstehende geopolitische Ereignisse. Spekulanten platzierten profitable Wetten auf Börsenbewegungen oder einen US-Angriff, basierend auf exklusiven Informationen. Die SEC unter Paul Atkins, einem Trump-Unterstützer, wird kaum Untersuchungen einleiten. Trotzdem fordern 40 Demokraten Schulungen zum Insiderhandel für Regierungsmitarbeiter – eine Maßnahme, die in einer unterstützend agierenden Administration fraglich bleibt.