Während die großen Akteure des Kunstmarktes florieren, kämpfen kleinere Galerien unter den gestiegenen Kosten und sehen sich gezwungen zu schließen. Das Porträt von Elisabeth Lederer von Gustav Klimt erzielte im November bei Sotheby’s einen Rekordpreis von 236 Millionen Dollar und trug zu einer leichten Erholung des globalen Kunstmarktes 2025 bei, der auf 59,6 Milliarden Dollar anstieg. Der jährliche Art Basel and UBS Global Art Market Report zeigt eine Zunahme der Kunstverkäufe um 4 Prozent im letzten Jahr; die Schweiz verzeichnete sogar ein Wachstum von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr, während in den USA Auktionsergebnisse für Lose über zehn Millionen Dollar um fast 40 Prozent stiegen. Doch diese positive Entwicklung verteilt sich ungleich: Kleinere Galerien leiden unter Zöllen und Handelshemmnissen, die ihre Betriebskosten im Jahr 2025 um 5 Prozent steigerten. Diese zusätzlichen Kosten sind schwer zu decken; dementsprechend ist der Anteil an Schließungen auf 25 Prozent angestiegen. Die Galeristen werden zurückhaltender bei Geschäftsgesprächen, und die kleinen Händler verzeichnen im Durchschnitt nur noch 29 Käufer pro Jahr – ein Rückgang von 40 Prozent. Junge Sammler sind rar geworden und das Sparen wird unumgänglich.