Ein neuer Ansatz soll die Akzeptanz für den Tourismus in der gesamten Schweiz erhöhen. Der Branchenverband startet eine nationale Kampagne, mit Luzern als Beispielprojekt. Diese Initiative zielt darauf ab, das Verhalten von Touristen zu verändern und gleichzeitig deren Akzeptanz bei Einheimischen zu verbessern.
Unter dem Motto «Travel with care. Leave with memories» – auf Deutsch: «Reise behutsam, geh mit Erinnerungen» – bündeln Schweiz Tourismus, der Schweizer Tourismus-Verband und die Koordinationsplattform «Regional Tourism Alliance» ihre Kräfte. Mehrere regionale Tourismusunternehmen unterstützen das Vorhaben, einschließlich Luzern Tourismus.
Die Hochschule Luzern trug zur Entwicklung einer «Branchen-Toolbox» bei, die mit Mitteln des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) finanziert wurde. Dieses Werkzeug bietet Vorschläge und Anleitungen, um den Tourismus für Einheimische angenehmer zu gestalten. Dabei sollen Probleme identifiziert und gemeinsam mit Bevölkerung, Politik und Betrieben gelöst werden.
Die Kampagne verfolgt auch eine gezielte Kommunikation mit Touristen. Auf der Plattform myswitzerland.com werden Verhaltensregeln wie Rücksichtnahme beim Pendeln und das Einholen von Erlaubnis zum Fotografieren bekanntgegeben. Plakate mit dem Slogan sind an verschiedenen Reiseorten zu finden, etwa in Swiss-Flugzeugen oder auf dem Swiss Travel Pass.
Luzern gilt als positives Beispiel: Regelmäßige Umfragen zur Tourismuswahrnehmung zeigen differenzierte Ergebnisse. Trotz positiver Einstellungen der Einwohner wurde 2024 Kritik an steigenden Wohnkosten und dem Cartourismus geäußert.
Auch Zug Tourismus zeigt Interesse an einer Teilnahme, obwohl die Umstände sich von denen Luzerns unterscheiden. Dominic Keller betont das Engagement im Programm «Swisstainable» als Zeichen der Akzeptanz.
Die Initiative umfasst verschiedene Partner wie Appenzellerland Tourismus und Zürich Tourismus. Eine vollständige Liste liegt gemäß Medienmitteilung noch nicht vor.